"100 Projekte für den Frieden" - eine Aktion des Deutsch-Französischen Jugendwerkes hatte im Herbst junge Leute aus Burg und der Partnerstadt La Roche-sur-Yon zusammengeführt. Dabei entstand ein eindrucksvoller Film, der jetzt im Burger Roland-Gymnasium Premiere hatte.

Burg l Die Gymnasiasten Katharina Ebert, Theresa Bloch, Florian Kist, Claudia Zens und Nicklas Schlößner nahmen an dem Projekt teil. Frank Kopf, Lehrer für Geographie und Geschichte, berichtete gemeinsam mit Peter Hansen von der Landesarbeitsgemeinschaft Jugend und Film sowie Stefanie Obieglo, Bibliotheksleiterin und Mitglied des Burger Freundschaftskreises, über das außergewöhnliche Konzept.

Auf der Suche nach zeitgeschichtlichen Dokumenten und Zeitzeugen führte der Weg die Jugendlichen durch das Jerichower Land und nach Magdeburg. Unter anderem wurden das Burger Hugenotten-Kabinett und das Kreismuseum Genthin besucht. Zum Geocoaching, der modernen GPS- unterstützten Schnitzeljagd, ging es nach Magdeburg. Hier mussten Punkte zum Thema Erster Weltkrieg gefunden und dokumentiert werden.

Vorträge und Erläuterungen von der Leiterin des Kreismuseums, Antonia Beran, von Dr. Wolfgang Bialas und dem Autor Herbert Beesten wurden vom "Offenen Kanal Magdeburg" filmisch festgehalten.

Besonders beeindruckend war das Gespräch der Jugendlichen mit dem damals 94-jährigen und vor kurzem verstorbenen Heimatdichter und ehemaligen Studienrat Kurt Scholz (1920-2015).

Der Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft Jugend und Film Sachsen-Anhalt, Peter Hansen, hatte gemeinsam mit dem Burger Freundschaftskreis, der Stadt Burg und weiteren Akteuren dieses Projekt ins Leben gerufen.

"Wir wollen diese wichtige Arbeit der Völkerverständigung und Geschichtsaufarbeitung weiterführen", sagte Hansen und stieß damit bei den Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums auf offene Ohren.

Im Rahmen von "100 Jahre Erster Weltkrieg - 100 Projekte für den Frieden in Europa" wurde diese Arbeit vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) gefördert.

Die bedrückende Erkenntnis der Jugendlichen aus beiden Ländern war, dass aus heutiger Sicht auch ein Dritter Weltkrieg nicht unmöglich wäre. Die Schülerin Claudia Zens stellt in ihrem Text "Frieden, der; masculin" dazu bewegende Fragen.

Der Film "Hundert Jahre Miteinander" wird am Freitag, 13. März, um 18.15 und 22.15 Uhr im "Offenen Kanal Magdeburg" zu sehen sein.

Später soll er auch in der Mediathek des Offenen Kanals abrufbar sein, verspricht die Geschäftsführerin des Senders, Bettina Wiengarn.

www.ok-magdeburg.de

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