Möckern | Um 3.42 Uhr erfolgte die Alarmierung der Feuerwehren aus Möckern und der Umgebung. "Als wir am Brandort ankamen, war das Feuer schon in voller Ausdehnung", sagte Stadtwehrleiter Torsten Quandt, der die Einsatzleitung übernommen hatte. Es brannte ein am "Pfingstwiesen-Spazierweg" gelegenes Wohnhaus. Die beiden Bewohner hatten sich rechtzeitig aus dem brennenden Haus retten können. Eine 50-jährige Bewohnerin wurde mit einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Nach Polizeiangaben entstand ein Schaden von etwa 200 000 Euro.

Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an. Nach ersten Erkenntnissen ist von einem technischen Defekt auszugehen. Der 57-jährige Hauseigentümer hatte einen lauten Knall gehört und gesehen, dass der Fernseher im Wohnzimmer brannte. Er versuchte zunächst den Brand selbst zu löschen, musste dann allerdings das Haus mit seiner Lebensgefährtin verlassen.

Die sechs eingesetzten Freiwilligen Ortsfeuerwehren rückten mit zusammen 63 Einsatzkräften an. "Zuerst erfolgte die Brandbekämpfung mit dem mitgeführten Löschwasser, während andere Kameraden mit den Schläuchen eine lange Wegstrecke zum Teich in den Pfingstwiesen einrichteten", erklärte der Stadtwehrleiter das Vorgehen. Zehn C-Rohre sowie weitere 40 B-Schläuche waren notwendig, um die mehrere hundert Meter lange Löschwasserleitung zu dem Gewässer herzustellen. Wenngleich auch ein Hydrant in der Nähe genutzt werden konnte, sei es üblich, zuerst die "unendlich" lange nutzbaren Löschwasser-entnahmestellen wie einen solchen Teich zu nutzen, erklärte Torsten Quandt. Mit vier Strahlrohren und einem weiteren Strahlrohr über die Drehleiter versuchten die Feuerwehrleute, dem Flammenmeer Herr zu werden. Doch am Ende blieb von dem Wohnhaus nicht mehr viel übrig.

Gutes Zusammenspiel der eingesetzten Wehren

Stadtwehrleiter Torsten Quandt lobte das sehr gute Zusammenspiel der eingesetzten Feuerwehren. Bei Großbränden wie diesem werden immer gleich mehrere Ortsfeuerwehren alarmiert. Zum Einsatz kamen gestern die Feuerwehr Möckern mit 19 Kameraden, Wallwitz mit 10, Tryppehna mit 6, Hohenziatz mit 11, Stegelitz mit 10 und Zeddenick mit 7 Einsatzkräften.

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