Die Landesgartenschau in Burg (Laga) besteht nicht nur aus Großprojekten, sondern auf der Achse zwischen Goethepark und Flickschupark aus vielen einzelnen Farbtupfern. Ein solcher soll auch der Knotengarten an der Deichstraße sein, der unter Federführung des Laga-Fördervereins entsteht.

Burg l Es ist eine nahezu idyllische Fläche direkt an der Ihle, die beim Vorübergehen bislang kaum wahrgenommen wird. Wenige Meter vor dem Flickschupark soll zur Laga eine Oase der besonderen Art zum Verweilen einladen. Dafür hat die Stadt zwei etwa 400 Quadratmeter große Gärten zur Verfügung. Während die eine Parzelle erworben wurde, kann die andere über eine Pacht genutzt werden.

Auf einem Teilbereich wollen die Laga-Fördervereinsmitglieder einen erholsamen Anziehungspunkt schaffen - einen so genannten Knoten. Mit anderen Worten: Anpflanzungen, die miteinander verwoben sind und eine Lebendigkeit ausstrahlen. Die Planungen dafür hat die Magdeburger Landschaftsarchitektin Daniela Süßmann erstellt. Kernstück dieser Gestaltungsform sind in der Mitte des Gartens geschnittene Buchs- und Berberishecken, die in ihrer Bepflanzung einen Knoten ergeben. Eingebettet wird diese Anpflanzung durch einen gepflasterten Weg, damit die Anlage bis zur Ihle auch für Menschen mit Behinderungen leicht zugänglich ist, erläuterte Gartenbauexperte Wieland Günther.

Darüber hinaus werden Buchsbäume sowie eine Mischung aus Dauer- und Wechselbepflanzungen an den vier Ecken die Parzelle umsäumen. Und drei Bänke sollen einladen, die Anlage in Ruhe in Augenschein zu nehmen. Weil auf der gegenüberliegenden Seite der Ihle bis kurz nach der Wende eine Fettfabrik stand, ist anhand einer speziellen Säule vorgesehen, an die Industriegeschichte der Stadt zu erinnern.

Direkt neben dem Knotengarten wird ein so genannter Apothekergarten entstehen. Besucher können sich dort über die verschiedensten Heil-, Gift- und Gewürzpflanzen informieren und die Wirkung, die von ihnen ausgeht.

Bis dahin gibt es noch jede Menge zu tun. Den Anfang machten neun Mitglieder des Laga-Fördervereins am Sonnabendvormittag. Denn zuerst müssen beide Flächen grundlegend beräumt, Gestrüpp und abgestorbene Bäume beseitigt werden.

In Kürze folgen weitere Arbeitseinsätze.

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