Die Stadt Burg wird den Vertrag mit dem Betreuungsforstamt Nedlitz ab 2016 ausweiten, um den kommunalen Haushalt zu entlasten.

Burg l Die Ausweitung des Beförsterungsvertrages mit dem Betreuungsforstamt Nedlitz des Landeszentrums Wald ist ein Punkt des Haushaltskonsolidierungskonzeptes, erinnerte Bürgermeister Jörg Rehbaum (SPD) auf der jüngsten Stadtratssitzung.

Hier hat die Stadt in den vergangenen Wochen bereits Nägel mit Köpfen gemacht. Die Bewirtschaftung des Kommunalwaldes übernimmt das Forstamt komplett, wobei die entsprechenden Ausschreibungen weiterhin durch die Stadt erledigt werden. Das heißt im Klartext: Die beiden Forstwirte, die jetzt im Bürgerholz tätig sind, werden dann ab 2016 in den Bauhof integriert. Sie nehmen frei werdende Stellen ein. Insgesamt führe diese neue Struktur zu Einsparungen von etwa 40 000 Euro, sagte Rehbaum.

Wie im vergangenen Jahr werden sich auch 2015 zahlreiche Arbeitskräfte tummeln. Gestern begann eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme (ABM), in der über das Jobcenter und die Qualifizierungs- und Strukturförderungsgesellschaft Genthin (QSG) 19 Männer und Frauen integriert werden. Die ersten acht Beschäftigten wurden am Morgen im Bauhof eingewiesen. Bis Ende November gibt es in der Natur genügend zu tun. Dabei geht es vor allem um Unterhaltungs- und Pflegearbeiten, wie beispielsweise der Radwege oder des Trimm-Dich-Pfades. Darüber hinaus müssten Traubenkirschen entfernt, Ameisenhügel frei gelegt oder Nistkästen kontrolliert werden, ergänzte Wieland Günther von der Stadtverwaltung.

Der Burger Stadtwald umfasst rund 970 Hektar, davon sind etwa 500 Hektar Naturschutzgebiet.