Zwischen Tafel und Schulbänken ließen es sich die Grundschüler Gerwisch gestern einfach mal schmecken. Beim Projekttag "Gesunde Ernährung" standen die vitaminreichen Leckereien oben auf dem Stundenplan. Viel Unbekanntes landete in den Mündern.

Gerwisch l Ein Geruch von frischen Brötchen liegt in der Luft des Schulflures. Der kommt an diesem Schultag nicht aus einer Brotbüchse, sondern aus der kleinen Küche des Schulhortes. Im Ofen landen eigene Brötchen. Der Teig ist selbst zusammengerührt und mit den eigenen Händen geknetet.

"Wer die nicht probiert, verpasst was", sagt Eva-Marie Schwarze. Die Drittklässlerin ist nicht nur begeistert vom Brötchenbacken und -verkosten, sondern auch vom Mahlen des Korns. Angeboten wird diese Gruppenarbeit vom Nabu aus Blumenthal, deren fachliche Mitarbeiter der Umweltbildung den Kindern zeigen, dass der Biss in ein frisches Brötchen nicht mit dem Weg zum Bäcker beginnt.

Zwei Türen weiter schnippelt die nächste Gruppe Obst und Gemüse in mundgerechte Stücke. Gurken und Chicoree verwandeln sich in kleine Schiffchen. Aus Melonen, Erdbeeren und Bananen werden kleine Obstspieße.

"Wollt ihr den Smoothie mit Kefir oder Buttermilch?", fragt Direktorin Kerstin Engelmann die Kinder. Die beiden Becher wandern zum Probieren reihum. Die Wahl fällt auf den Kefir. "Der ist nicht so sauer", findet Jean. Klar, Kinder mögen es nicht so sauer, weiß Engelmann. Der Projekttag, der zweimal im Jahr für leckere Abwechslung im Stundenplan sorgt, zeigt auch anderes: "Viele Kinder kennen die verschiedenen Zubereitungsarten von Obst und Gemüse gar nicht."

Für Lehrerin Kerstin Wagner zeigt sich beim Basteln einer Lebensmittelpyramide noch etwas anderes: "Buttertoast wird aus Butter gemacht, Frau Wagner?" Die Lebensmittel in Gruppen wie Milch-, Fleisch- oder Getreideprodukte einzuordnen, fällt den meisten Grundschülern noch schwer.

Die Irrtümer kann der Projekttag aus dem Weg räumen. Und mehr noch: Genascht werden kann auch auf gesunde Weise. "Der Pfirisch-Smoothie schmeckt am besten", findet Charleen. Zuhause darf es das jetzt auch öfter geben.

 

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