Gute Nachrichten für alle Eltern: Auch künftig wird es drei Kinderarztpraxen in der Kreisstadt Burg geben. Dipl. med. Margret Fiedler geht zwar in den Ruhestand, übergibt ihre Praxis zum 1. April aber an Kinderärztin Susanne Huhn.

Burg l Nach fast 40 Berufsjahren verabschiedet sich Margret Fiedler (62) von ihren kleinen Patienten und deren Eltern: "Es gab immer eine vertrauensvolle Zusammenarbeit, auch deshalb würde ich diesen Beruf immer wieder wählen", resümiert die Kinderärztin.

Aus Wanzleben stammend, kam Margret Fiedler nach dem Studium 1976 nach Burg, war in der Kinderklinik des Krankenhauses zuerst Assistenz-, dann Stations- und Oberärztin. Nach zwei Jahren in einer Magdeburger Poliklinik eröffnete sie am 2. April 1990 ihre eigene Kinderarztpraxis in Burg, zunächst in der Karl-Marx-Straße, seit 1995 in der Bahnhofstraße. "Die Ausstattung war anfangs spartanisch, erst nach und nach konnten die Geräte für Ultraschall, EKG oder Labor angeschafft werden", erinnert sich Margret Fiedler.

Nicht nur die technische Ausstattung, auch die Kinderkrankheiten haben sich in den Jahrzehnten ihrer Tätigkeit verändert. Mussten in den 1970er und 1980er Jahren häufig schwere Lungenentzündungen oder Infektionskrankheiten behandelt werden, die durch bessere Impfstoffe und Medikamente inzwischen zurückgedrängt wurden, werden heutzutage zunehmend Allergien, Neurodermitis und Verhaltenprobleme bei den Kindern diagnostiziert.

In ihrer Tätigkeit hat Margret Fiedler immer versucht, den Eltern die Möglichkeiten der "Hausapotheke" in Erinnerung zu rufen und nach einer entsprechenden Weiterbildung auch Naturheilverfahren und Akupunktur angewendet.

Im kommenden Ruhestand will sich die Ärztin weiter geistig (Englisch-Kurs) und körperlich (fünfmal Sport die Woche) fit halten. Sie freut sich aber auch auf das Bücherlesen und Konzertbesuche mit Ehemann Karl Fiedler (64).