Die Vorfreude unter den Jungen und Mädchen ist riesig: Die Viertklässler, die die Einrichtung verlassen, erleben am Freitag ihre "Nacht im Hort". Unterdessen bereitet Hortleiterin Kirsten Flügge schon die Ankunft der neuen Kinder vor.

Gommern l Bis die meisten Kinder tatsächlich keine Weinbergstrolche mehr sind, dauert es zwar noch ein paar Wochen, aber der DRK-Hort legt die große Abschlussveranstaltung "Nachts im Hort" mit Absicht so früh. "Damit möglichst viele Kinder daran teilnehmen können", erklärte Hortleiterin Kirsten Flügge. Näher an die Sommerferien heran sind Kinder häufiger schon zur Urlaubsfahrt mit ihren Eltern aufgebrochen.

Unter anderem ein großes Liegekino erwartet die Jungen und Mädchen am Freitagabend, und ihre Vorfreude steigt ...

Zum Tag der offenen Tür Ende Februar hatten die Eltern von Kinder, die in diesem Sommer eingeschult werden, die Möglichkeit, ihren Sohn oder ihre Tochter für den Hort anzumelden. Wer das noch nicht getan hat, kann das noch nachholen. "Eine automatische Anmeldung gibt es nicht mehr", wies Kirsten Flügge hin.

Im Vorfeld des Tages der offenen Tür hatten die künftigen Schulkinder aller Kindertagesstätten schon einen Schnuppervormittag im Hort erlebt. "Sie konnten das Haus kennenlernen und alle Angebote ausprobieren." In der Folge nahmen zum Tag der offenen Tür viele Sechsjährige ihre Eltern an die Hand und sagten: "ich zeig dir das jetzt mal".

Das entspricht genau dem Konzept, das der DRK-Hort Weinbergstrolche verfolgt. Als Bildungseinrichtung bietet er den Kindern die Möglichkeit, sich in den verschiedensten Bereichen auszuprobieren. Die Grundschüler können selbst entscheiden, wie sie ihre Zeit im Hort verbringen. Dabei ist das Erledigen der Hausaufgaben ein Angebot unter vielen. "Viele Kinder kommen aus der Grundschule und haben schon einen Plan im Kopf, was sie heute im Hort machen wollen."

Sie können den Bewegungsraum nutzen, in der Werkstatt oder im Kreativraum sich ausprobieren oder im Labor interessanten Dingen auf den Grund gehen. Die Horterzieher sind dabei Ansprechpartner und Unterstützer. Im Labor liefern sie beispielsweise das Hintergrundwissen, damit die Kinder verstehen, was bei ihren Experimenten passiert.

Am späteren Nachmittag bietet der Hort projektbezogene Gruppen an. Kinder können sich unter anderem mit Medien beschäftigen, ein Musical einstudieren, bei den Kleinen Forschern mitmachen oder Yoga lernen.

"In den Ferien halten wir ebenfalls viele Angebote parat", ergänzte Kirsten Flügge. Welche, darüber entscheidet auch das Kinderparlament des Hortes. Auf jeden Fall gibt es immer eine einwöchige Fahrt ins Feriencamp.

Am 1. August beginnt für die künftigen Erstklässler das Hortjahr.

Bilder