Wird die Schule Süd von der Stadt Burg weiterhin auf Verschleiß gefahren oder bekennt sich der Stadtrat langfristig zu dem Grundschul-Standort? Die Mitglieder der SPD-Fraktion schauten sich in dieser Woche vor Ort um und sprachen mit der Schulleitung.

Burg l Kita, Grundschule und Hort unter einem Dach und die Turnhalle auf dem Gelände, nicht nur diese Konstellation spricht für den Standort in Burg-Süd. "Wenn man das Gebäude betritt, fällt sofort die Sauberkeit und das ansprechende Ambiente der Räumlichkeiten auf", hat der Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion, Heiko Jerkowski, festgestellt. Beeindruckt ist er auch davon, wie kultiviert die Kinder das Mittagessen einnehmen. Sie können sich quasi an den gedeckten Tisch setzen und müssen sich nicht an der Klappe drängeln... Lehrer, Erzieher und die anderen Mitarbeiter sowie die Kinder haben es sich schön gemacht in der Süd-Schule. So schön es eben geht, angesichts eines Baukörpers, der schon seit Jahrzehnten auf eine Komplettsanierung wartet. "Fakt ist, dass die Stadt Burg als Träger der Grundschule notwendige Reparaturen durchführt", unterstreicht Jerkowski. Das bedeutet, fällt zum Beispiel eine Scheibe der maroden Fenster raus, wird diese natürlich ersetzt. Doch das verhindert nicht, dass durch rundum undichte Fenster und durch nicht vorhandene Wärmedämmung weiterhin überdurchschnittliche Betriebskosten zu Buche schlagen. "Die Schule hat nach den aktuellen Burger Einwohnerzahlen mindestens bis zum Schuljahr 2018/2019 Bestand und ich vermute auch noch darüber hinaus. Wir müssen etwas tun", ist Jerkowski nach dem Besuch der Süd-Schule überzeugt. Natürlich sei ihm klar, dass wegen anderer anstehender Investitionsmaßnahmen derzeit eine millionenteure Komplettsanierung der Schule nicht auf der Agenda steht und eine solche, wenn überhaupt, auch nur mit großzügigen Fördermitteln durchzuführen ist, so Jerkowski weiter. "Doch vielleicht könnten wir über die Reparaturschiene etwas mehr machen, was dann auch nachhaltig ist, zum Beispiel bei den Fenstern", überlegt der SPD-Fraktionschef laut, der auch auf Landesebene für die Schule Süd werben will: Über den SPD-Landtagsabgeordneten Matthias Graner soll Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD) in die Süd-Schule eingeladen werden. "Vielleicht kommen wir so schon einen Schritt weiter", hofft Jerkowski, der aber auch mit seinen Stadtratskollegen rechnet, denn Finanzausschuss und Bauausschuss wollen sich ebenfalls vor Ort ein Bild machen.

Dann wird bereits das neue Schulkonzept mit Leben erfüllt, das Schulleiterin Bärbel Birnbaum und ihre Kollegen derzeit erarbeiten. Darin soll natürlich auch berücksichtigt werden, dass die Inklusion eine immer größere Rolle spielt und Burg-Süd in der Stadt immer noch als "sozialer Brennpunkt" gilt.

In der Schule Süd lernen aktuell 113 Schüler. Es gibt neun Lehrer und eine Sozialarbeiterin. Sie werden seit Kurzem durch den "Förderverein Grundschule Burg-Süd" unterstützt. Die erste Mitgliederversammlung gab es im Februar.