Vier Schwerpunktprojekte will die Ortschaft Gerwisch in die neue Förder- etappe der Leadergruppe "Elbe Saale" einbringen, wurde auf der letzten Sitzung des Ortschaftsrates bekannt.

Gerwisch l Derzeit ist die neue Förderperiode (2014 bis 2020) durch vorbereitende und organisatorische Arbeit gekennzeichnet. In Barby hatte vor einigen Wochen die offizielle Auftaktveranstaltung stattgefunden, auf der über die grundsätzlichen Handlungsfelder in den nächsten Jahren informiert worden war.

Daraus haben die Gerwischer ihre Projekte ausgerichtet. Ganz oben auf ihrer Prioritätenliste steht der Wille, den Tourismus auch in ihrem Ort zu entwickeln. Deshalb soll der Elberadweg, der kürzlich erneut zum beliebtesteten deutschen Radwanderweg gekürt worden ist, mit dem Radwegenetz im Hinterland verknüpft werden. Dazu sind ein rund 300 Meter langes Teilstück eines ländlichen Wegen zu befestigen und gut wahrnehmbare Beschilderungen anzubringen.

"Hinter dem Deich" könnte sich eine geplante Pension nennen, die vor allem von Radwanderern genutzt wird, so die Gerwischer Vorstellungen.

Das dritte Projekt umfasst die Schaffung eines Nachtstellplatzes für Campingwagen. Dieses Vorhaben wollen die Organisatoren angehen, obwohl ein solcher Stellplatz mit vielen Auflagen verbunden ist, wurde auf der Ratssitzung untermauert.

Die Nutzung von Lentges Saal beinhaltet das vierte Vorhaben der Prioritätensliste. Diesen alten Saal, der in seiner Historie sowohl als Tanzdiele als auch als Turnhalle gedient hatte, könnte zu einer Kleinkunstbühne und einem Heimatmuseum um- und ausgestaltet werden.

Weitgehend unbekannt ist, dass das europäische Förderprogramm Leader auch Privatpersonen offen steht. Wer zum Beispiel Interesse hat, ein kleines Geschäft zur Vermarktung regionaler Produkte zu eröffnen oder wer sein altehrwürdiges Wohnhaus fachgerecht sanieren möchte, sollte sich an die Gemeindeverwaltung wenden, appellierte Ortsbürgermeisterin Karla Michalski.

Bauamtsmitarbeiterin Kerstin Mecke nannte neben der Tourismusentwicklung das Miteinander der Generationen oder Maßnahmen gegen Hochwasser und Vernässung als weitere Handlungsfelder des Leaderkonzeptes.