Burg/Genthin (da) l Sturm im Jerichower Land: Bis zum frühen Abend wurden am Dienstag bei der Leitstelle des Landkreises über 100 Feuerwehreinsätze wegen des Unwetters registriert. Für gut zwei Stunden unterbrochen war am späten Nachmittag die Bahnverbindung Magdeburg-Brandenburg. Bei Güsen war ein Baum in die Oberleitung gestürzt. Feuerwehren mussten ran, um die Strecke wieder freizubekommen.

"Die Mitarbeiter haben momentan sehr viel um die Ohren", sagt Kreissprecher Henry Liebe. Aufgrund der vielen Einsätze wurde die Leitstelle personell verstärkt.

In der Kreisstadt wurden in der Gorkistraße, in Burg-Süd sowie auf dem Ostfriedhof Bäume entwurzelt. Herumfliegende Gebäudeteile und Fensterglas leerstehender Gebäude seien ein großes Problem, so Jens Vogler, zuständiger Fachbereichsleiter in der Burger Stadtverwaltung. Der Burger Bauhof ist im Dauereinsatz, um diese Gebäude zu sichern. In der Marientränke in Burg droht ein Dach auf die Straße zu stürzen. Mehrere Burger Straßen mussten teilweise gesperrt werden. Meldungen über Verletzte gibt es bislang keine. Doch viele Einsätze der Polizei und der Feuerwehren laufen noch.

Die Burger Stadtverwaltung hat ihre Warnhinweise an die Bevölkerung um 15 Uhr nochmal verschärft, da der Deutsche Wetterdienst eine Heraufstufung seiner bisher gültigen Unwetterwarnung vorgenommen hat (gültig bis 21 Uhr). Der Wind aus westlichen Richtungen nimmt weiter zu. Die Windgeschwindigkeiten können bei orkanartiger Böen zwischen 105 bis 115 km/h erreichen. Es wird empfohlen, Gegenstände im Freien zu sichern, alle Fenster und Türen zu schließen, Abstand zu Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Freileitungen zu halten und Aufenthalt im Freien möglichst zu vermeiden.