Mit Gesundheitssport wird der SV Eintracht Gommern sein Angebot vergrößern. Neben der Satzungsänderung stimmten die Mitglieder für eine Beitragsordnung. Außerdem wurden verdiente Mitglieder ausgezeichnet und ein Blick auf die Feierlichkeiten zum 150-jährigen Bestehen im Juni geworfen.

Gommern l Die Aufnahme des Gesundheits-, Behinderten- und Rehabilitationssports in die Satzung sei der erste Schritt, diesen Sport in den Verein zu integrieren, erklärte Gerald Wildner, Geschäftsführer des SV Eintracht Gommern, auf der Mitgliederversammlung in der vorigen Woche. Die Satzungsänderung wurde einstimmig beschlossen.

Zwölf Abteilungen bilden den mit 1010 Mitgliedern größten Sportverein im Jerichower Land. Torsten Kahlo, erster Vorsitzender, und Anke Wilke, zweite Vorsitzende, blickten im Rechenschaftsbericht auf ein erfolgreiches Jahr 2014 zurück und gaben für jede Abteilung eine Zusammenfassung.

Torsten Kahlo rief alle Vereinsmitglieder auf, sich am Vereinsjubiläum im Juni zu beteiligen. "Eure Kopf- und Bauchschmerzen werden zum Gelingen beitragen", rief er den Mitgliedern des Organisationsteams aufmunternd zu.

Das 150-jährige Bestehen des Sportvereins ist der große Höhepunkt in diesem Jahr. Die Festscheune am Robinienhof ist für den Sportlerball schon fast ausverkauft. Nur noch wenige Karten sind erhältlich. "Zum Familiensportfest stellt jede Abteilung mindestens einen spaßigen Wettkampf. Dabei geht es nicht um höher, schneller, weiter, sondern um Spaß zu haben", sagte Anke Wilke, die das Jubiläum mitorganisiert.

Ebenfalls im Juni kann das neue Sportlerheim der Kanuten an der Wilden Zicke in Pretzien eingeweiht werden. "Der Bau ist abgeschlossen", informierte Burkhard Schulle. Derzeit laufe der Innenausbau. Er bedankte sich bei Stadt und Verein für die große Unterstützung. "Andere Kanuvereine sind nach dem Hochwasser 2013 noch lange nicht so weit."

Lob für die Geschäftsführung unter Gerald Wildner gab es auch von Torsten Kahlo. Er schloss Kassenwart Wieland John mit ein. "Beide haben einen großen Anteil am Erfolg des SV Eintracht."

Die Sanierung der baulich in die Jahre gekommenen Kegelsportanlage ist das zweite große Bauvorhaben des Jahres. Weil der Verein einen Eigenanteil aufbringen muss, werden weiter Spenden (20,15 Euro) gesammelt. Immerhin fünf Mannschaften der Abteilung Kegeln des SV Eintracht stehen im Wettbewerbsbetrieb.

Auf der Mitgliederversammlung stellte Wieland John zudem den Kassenbericht vor und erklärte, wie sich Jubiläum und Bauvorhaben auf die finanzielle Situation auswirken. Von Kassenprüferin Brita Hallmann wurde ein "alles in Ordnung" attestiert. Der Vorstand ist einstimmig entlastet worden.

Mit der Beitragsordnung soll das bei über tausend Mitgliedern sehr umfangreiche Finanzwesen des Vereins vereinfacht werden. Eine Beitragserhöhung war damit jedoch nicht verbunden. Kernstück ist die Bitte an die Vereinsmitglieder, das Einzugsverfahren zu nutzen. Wer bei Überweisung oder Barzahlung bleibt, muss künftig zwei Euro Gebühr bezahlen. Auch das Mahnverfahren und eine ruhende Mitgliedschaft sind in der Beitragsordnung geregelt.

Jens Hünerbein, Gommerns Bürgermeister und Vereinsmitglied, regte an, die Gebühren bei Überweisungen zu streichen. Auf Wieland Johns Erläuterung, welche Arbeitsschritte für ihn Überweisungen mit sich bringen, wurde die Änderung jedoch abgelehnt. Auch eine Verteuerung der zweiten Mahnung konnte sich nicht durchsetzen. Die Beitragsordnung wurde beschlossen, wie sie eingereicht worden war.

Glückliche Gesichter und viel Beifall gab es bei den Ehrungen des Abends. Irmgard Richter erhielt die Ehrennadel des Vereins in Gold und Diamanten verbunden mit der Ehrenmitgliedschaft. Rosemarie Paul, Ines Schmitz (beide fehlten) und Klaus Schulze sind seit 40 Jahren Mitglied im Sportverein, Jürgen Woche und Norbert Sklarzik schon seit 50.

   

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