Gommern (mla) l Am Sonnabendvormittag hagelte es Absagen beim Wegewart. Über die Hälfte der Radler, die mit auf die erste Entdeckertour gehen wollten, entschieden sich angesichts des kalten Wetters gegen den Ausflug. 14 Frauen und Männer schwangen sich trotzdem aufs Fahrrad und wurden am Nachmittag bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen belohnt.

Die Teilnehmer kamen aus Biederitz, Gommern, Nedlitz, Ziepel und Pretzien.

Die Führung über die Gommeraner Wasserburg übernahm Wegewart Steffen Grafe selber. Im Anschluss radelte er mit seiner Gruppe zum Gesteinsgarten und stellte ihnen unterwegs durchs Naherholungsbiet die kältesten Seen der Region vor. "Zum einen sind sie sehr tief und zum anderen im Wald gelegen."

Beim Ratespiel zur Entdeckertour hatten die Teilnehmer ihren Spaß. Worauf findet das Picknick statt? Auf einer schiefen Ebene, einem steinernen Tisch oder einem hölzernen Trog? Ist der Gesteinsgarten der größte im Jerichower Land? In Sachsen-Anhalt oder in Europa? Wie viele Seen rund um Gommern sind namentlich erwähnt?

Über die Wilde Zicke, wo die Kanuten des SV Eintracht Gommern ihr Domizil haben, ging die Entdeckertour weiter zur Elbe. Mit Siegfried Thiemke und Walter Dassler hatte Steffen Grafe zwei Ansprechpartner gefunden, die viel über den ehemaligen Hafen und die Ziegelei in Dornburg erzählen konnten. Dabei wurde auch die Erinnerung an den Winter 1954 lebendig, als die Elbe zugefroren war und die Bauern aus Glinde übers Eis nach Dornburg kamen, um sich Holz zu schlagen. Weil die Entdeckertour so früh im Jahr startete, konnten die Teilnehmer noch einen Blick auf das Fundament der Trockenhalle der Ziegelei werfen. "Wenn die Vegetation zurück ist, sieht man davon nichts mehr", berichtete Steffen Grafe.

Am steinernen Tisch kehrte die Gruppe schließlich zum Picknick ein. Mit Zwiebelwurst, Leberwurst im Glas oder eingekochtem Gehackten hatte der Wegewart Leckeres aus seiner thüringischen Heimat mitgebracht.