Am Freitag findet um 17 Uhr eine zentrale ökumenische Trauerveranstaltung für die Opfer des Unglücks im Tafelgebäude statt. Die Tafel findet in der Versammlungsstätte am Volkshaus einen neuen Standort.

Gommern l Übergangsweise wird die Tafel in die Versammlungsstätte am Volkshaus umziehen. Das teilte Gommerns Bürgermeister Jens Hünerbein mit. Gemeinsam mit Wolfgang Auerbach vom DRK, dem Betreiber der Tafel, hatte er das Gebäude, das alle Voraussetzungen erfüllt, besichtigt. Ab der nächsten Woche soll die Tafel dort ihre Arbeit aufnehmen.

Derzeit wird die zentrale ökumenische Trauerveranstaltung vorbereitet. Diese findet morgen um 17 Uhr in der evangelischen Kirche St. Trinitatis in Gommern statt. Es sprechen Superintendentin Ute Mertens und Pfarrer Michael Seils. Zu den Teilnehmern werden neben den Einsatzkräften auch Landrat Steffen Burchhardt und Vertreter aus der Landespolitik zählen. Unter Umständen nehmen auch Angehörige der drei Menschen teil, die am Donnerstag bei dem Unglück getötet wurden.

Für die Feuerwehrleute, die am späten Donnerstagnachmittag nach der Verpuffung im Tafelgebäude im Einsatz waren, stand noch vor Ort ein Krisenmanagement-Team zur Verfügung. Das teilte Ralf Fröhlich, Ortswehrleiter Gommern und stellvertretender Stadtwehrleiter, auf Nachfrage der Volksstimme mit. Wer von den Einsatzkräften wollte, konnte mit den Mitarbeitern, die dafür speziell ausgebildet sind, reden.

Nach dem die Feuerwehr vor allem in den 1990er Jahren, als PS-stärkere Autos als Trabant und Wartburg Verbreitung fanden, zu zahlreichen, oft auch tragisch geendeten Verkehrsunfällen gerufen wurde, ist das in den letzten Jahren seltener geworden. In der Stadtfeuerwehr sind besonders die Ortswehren Gommern und Leitzkau wegen ihrer Zuständigkeit für die B 184 von schweren Verkehrsunfällen betroffen.

Zuletzt hatte es vor rund drei Jahren einen tragischen Zwischenfall in Gommern gegeben. Zwei 42 und 55 Jahre alte Männer verunglückten tödlich, als sie die Leuchtreklame eines Supermarktes entfernen wollten und aus dem Korb ihrer Hebebühne stürzten.