Genthin (fh) l Bis auf zwei, drei Konzerten im Jahr steht das Glashaus mit Plenarsaal am Genthiner Arbeitsamt leer. Das soll sich ändern: Der Landkreis will hier ein modernes Museum unterbringen und gestalten. Es muss etwas passieren mit dem gut 150 Jahre alten Haus des Kreismuseums an der Genthiner Mützelstraße. Das ehrwürdige Gebäude wirkt gebrechlich wie eine morsche Parkbank aus Holz. "Es gibt nicht nur brandschutztechnische Probleme", erklärt Amtsleiter Henry Liebe. Zu den dringend nötigen Sanierungsmaßnahmen gehört eine Außentreppe als Fluchtweg aus dem Obergeschoss. Für den Landkreises steht fest: Das Museumshaus für viel Geld als Besucherhaus herzurichten, macht wirtschaftlich keinen Sinn. Das Dachgeschoss ist ohnehin nicht mehr für Ausstellungen nutzbar. Diskutiert werden drei museale Zukunfstvarianten. Erstens: Das Kreismuseum wird ins Kloster Jerichow integriert. Dazu wird es jedoch nicht kommen, weil der Südflügel für drei Millionen Euro hergerichtet werden müsste. Zweitens: Das Museum wird in die Genthiner Multifunktions-Arena integriert. Diese Arena soll in den kommenden Jahren aus dem Stadtkulturhaus am Waschmittelwerk entstehen, mit Bildungszentrum, Kita, Krippe, Grundschule, Sporthalle und Veranstaltungssaal in einem Komplex. Attraktivste Idee ist jedoch Variante drei: Zwischen Arbeitsamt und Sparkasse wird dem leerstehenden Glashaus neues Leben eingehaucht. Präsentiert werden sollen die Ausstellungen in den Räumen der ehemaligen Gaststätte im Erdgeschoss. Amtsleiter Henry Liebe: "Vielleicht ist es möglich, den Plenarsaal im Obergeschoss doppelt zu nutzen - sowohl für Museum als auch für Veranstaltungen und Konzerte."