Gommern l In Theorie und Praxis legten am Sonnabendvormittag zehn Männer und vier Frauen ihre Prüfung im Feuerwehrgerätehaus Gommern ab. Alle Teilnehmer konnten ihre ihre Truppmann-1-Ausbildung erfolgreich beenden.

Unter den neuen Einsätzkräften für die Ortsfeuerwehren Leitzkau, Gommern, Wahlitz und Dannigkow sind nicht mehr nur junge Erwachsene, die den Schritt von der Jugendfeuerwehr in die aktive Wehr gehen wollen, sondern auch Quereinsteiger, die mitten im Leben stehen und sich für ein Engegament in der Feuerwehr entschieden haben.

Quereinsteiger finden ihren Platz in der Feuerwehr

Das sei ihnen hoch anzurechnen, sagte Stadtwehrleiter Heiner Wolter. Schließlich bestehe die Grundausbildung aus elf Ausbildungstagen zu je acht Stunden. "Das mit Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen, ist eine Herausforderung." Nicht wenige sind über das Interesse ihrer Kinder an der Kinder- oder Jugendfeuerwehr selbst zur Feuerwehr gekommen.

Völlig normal sei inzwischen auch, dass nicht mehr nur Männer an den Grundausbildungen teilnehmen, sondern dass immer auch mehrere Frauen dabei sind.

Die Ausbildungen fanden jeweils sonnabends statt. Fast alle Ortsfeuerwehren waren für einen Tag Gastgeber der Schulung. "Das hat den Vorteil, dass alle die Gegebenheiten in den Gerätehäusern in den jeweiligen Orten und sich untereinander kennenlernen." Schließlich müssten die Feuerwehrleute später auch Einsätze gemeinsam bestreiten. Für die gemeinsame Grundausbildung in der Stadtwehr spricht aber noch ein anderer Grund: Die Ausbildung erfolgt in allen Punkten auf dem gleichen Niveau.

Neben den Grundlagen der Feuerwehr lernen die Teilnehmer in der Grundausbildung zudem Erste Hilfe - weitaus ausführlicher, als für den Führerschein notwendig ist - und das Funken.

Beide Wissensgebiete waren am Sonnabend auch Bestandteil der theoretischen Prüfung. Im praktischen Teil der Prüfung mussten sich die Männer und Frauen an vier Stationen beweisen. Dazu gehörten Stiche und Bunde, eine Grundübung (Ablauf eines Löschangriffs), das Kuppeln einer Saugleitung (Wasserentnahme aus offenen Gewässern) und Fahrzeug- und Gerätekunde vom Verteiler bis zu den verschiedenen Schläuchen.

Erste Einsätze an Seite erfahrener Kameraden

Auch wenn die Frauen und Männer, die schon 18 Jahre sind, beim nächsten Einsatz bereits ausrücken dürfen, ist ihre Ausbildung noch nicht abgeschlossen. In der eigenen Ortsfeuerwehr folgen jetzt 40 Stunden für die Truppmann-2-Ausbildung. Ihre ersten Einsätze werden sie an der Seite jeweils eines erfahrenen Feuerwehrmannes absolvieren.