Die neue Streetworkerin des Soziokulturellen Zentrums (SKZ) heißt Katja Treffky. Seit Anfang März übernimmt sie nun die Aufgaben ihres Vorgängers Wadim Butewitz.

Burg l Dort hingehen, wo die Jugendlichen sind und ihnen auf Augenhöhe begegnen - das ist nur eines der Ziele, die Katja Treffky als Streetworkerin des SKZ hat. "Viele Jugendliche grüßen mich schon, wenn sie mich in der Stadt sehen - und das nach erst eineinhalb Monaten", freut sich die 35-jährige Brandenburgerin.

Bevor die studierte Soziologin und Erziehungswissenschaftlerin nach Burg kam, hat sie in der Jugendgerichtshilfe Potsdam gerarbeitet. Als ihr Vertrag auslief und sie die Stelle beim SKZ entdeckte, folgte die Bewerbung prompt. "Ich wollte weiterhin in Brandenburg wohnen und das ist nun gut vereinbar", so Treffky.

Doch ihr Antrieb, als Streetworkerin zu arbeiten, ist ein anderer. "Ich kann hier für die Jugendlichen da sein, die von der Gesellschaft vernachlässigt werden, weil sie vielleicht nicht der Norm entsprechen oder aus der Reihe tanzen", sagt Treffky und spricht damit vor allem jene junge Menschen an, die mit Drogen und Alkohol zu tun haben. Die "aufsuchende Jugendsozialarbeit" ist eine ihrer Hauptaufgaben als Streetworkerin. Speziell der Flickschu- und Goethepark sowie die Schartauer Straße seien dabei Brennpunkte, bei denen es immer wieder zu Problemen komme.

Dabei arbeitet sie eng mit den Schulsozialarbeitern der Burger Schulen und mit dem Jugendbeauftragten der Polizei zusammen. "Das ist ein wichtiges Netzwerk", erklärt Treffky. Doch auch die Betreuung der Auflagenerfüllung von Jugendlichen, die wegen einer Straftat vom Jugendamt zu Sozialstunden verpflichtet werden, zählt zu ihren Aufgaben.

Immer dienstags und donnerstags von 14 bis 18 Uhr ist außerdem der Jugendclub "U27" im SKZ geöffnet. "Wir wollen den Jugendlichen eine Anlaufstelle bieten, damit sie nicht den ganzen Tag vor dem Computer sitzen." Dazu findet jeden Dienstag eine Art Trommelkurs statt, bei dem die Jugendlichen gemeinsam musizieren. Donnerstags gibt es außerdem die so genannte "Hexenküche". "Wir stehen gemeinsam hinter dem Herd. Danach wird gemeinsam gegessen."

Das erste große Projekt der jungen Frau wird die Mini-EM am 4. Juli sein. Zehn Fußballmannschaften sollen auf dem PSV-Sportplatz gegeneinander antreten. "Wir wollen ein Zeichen gegen Rassismus und für Toleranz und Akzeptanz setzen", sagt Katja Treffky.