Schartau l Es kann losgehen: Die Schartauer Schlepperfreunde haben ihre Vorbereitungen für das 5. Schaupflügen am Sonnabend ab 10 Uhr (Ortsausgang Schartau Richtung Elbfähre) abgeschlossen. 30 "Startblöcke" wurden mit einer Spaltfurche für die Akteure (Meldeschluss war der 10. April) an der Traditionsveranstaltung vergeben.

Beim Anpflügen der Blöcke war wieder Jürgen Marx (74) aus der "Schartauer Generation Gold" eine große Hilfe, der praktisch mit seinem Traktor "Deutz" und fachlich mit seinem Sachverstand die Schlepperfreunde seit Anbeginn unterstützt. Die rund 100 Meter langen Blöcke mit einer Breite von sieben Metern (für Teilnehmer mit einem Einschar-Pflug), von 14 Metern (Zwei- oder Dreischar-Pflug) und von 20 Metern (mit einem Vier-, Fünf- oder Siebenschar-Pflug) stehen für die Meister der Ackerfurche mit ihren Traktoren beziehungsweise Schleppern bereit.

"Wir sind aber auch sehr froh, unter anderem wieder Alexander Schoss aus Rogätz mit seinem kräftigen englischen Tinker-Pferde-Arbeitsgespann begrüßen zu dürfen, um die Tradition des Pflügens mit Pferden unseren kleinen und großen Zuschauern zeigen zu können", sagte Marcus Teschner von den Schartauer Schlepperfreunden.

Der gute Mix an historischen Schleppern/Traktoren, aber auch an Großschleppern moderner landwirtschaftlicher Unternehmen, die mit ihren "Piloten" aus dem Jerichower Land, dem Landkreis Börde und dem Salzlandkreis anreisen, dürfte für viele Zuschauer den Reiz an der Veranstaltung ausmachen.

Verraten werden kann vorab, dass erstmals auch eine UTB-Raupe S-445, Baujahr 1968, mit einem Zwei-Schar-Anbaupflug in Schartau an den Start gehen wird. Andreas Schwenk und Manfred Schade werden hierzu per Achse aus Pömmelte (Salzlandkreis) anreisen, um mit diesem landwirtschaftlichen Gerät, das seinerzeit in Rumänien auf Lizensbasis eines Fiat-Kettenschleppers gebaut worden ist, ihre "Pflugkünste" zu demonstrieren.

Jedes Schaupflügen hat auch ein Rahmenprogramm. In diesem Jahr wird Maik Burzlaff aus Groß Schwarzlosen (Ortsteil von Tangerhütte), der dort einen Forst- und Agrarservice sowie Landschaftspflegebetrieb betreibt, mit dem an seinem Schlepper "Deutz Fahr Agrotron" angeschlossenen Hacker "Heizohack" das Schreddern/Hacken von Holzstämmen mit einer Stammstärke von maximal 40 Zentimetern vorführen. Die Leistung des Hackers beträgt bis 90 Kubikmeter Stamm-/Strauchwerk die Stunde und das Hackmaterial findet bei der Wärmeerzeugung Verwendung.