Burg (am) l Am Freitag werden die Burger Evangelischen Kirchengemeinden St. Nicolai und Unser Lieben Frauen und Gütter um 17 Uhr die Glocken zum Gedenken an den Völkermord an den armenischen Christen vor 100 Jahren läuten. Das kündigte Pfarrer Peter Gümbel an.

Am 24. April 1915 begann im Osmanischen Reich die Inhaftierung und Deportation der armenischen Bevölkerung. Dabei kamen Schätzungen zufolge zwischen 200.000 und 1,5 Millionen Armenier ums Leben. Deutschland und Österreich-Ungarn als Verbündete der Türken im 1. Weltkrieg nahmen das damals hin. "Wir läuten die Glocken im Gedenken an die Schuld all derer, die tatenlos zugesehen haben und ihre Stimme nicht gegen das Verbrechen erhoben haben", betonte Gümbel. Gleichzeitig sei dies eine "Erinnerung an alle mutigen Menschen, Christen und Muslime, die den Verfolgten damals geholfen haben".