Burg l Einen Tag Berufsluft schnuppern, diese Chance bietet der Zukunftstag jedes Jahr Schülern der siebten bis neunten Klassen. Auch im Jerichower Land haben sich gestern wieder Unternehmen und Institutionen am Zukunftstag beteiligt. Die Volksstimme war dabei. So auch im Polizeirevier in Burg. Rund 25 Schüler zwischen 12 und 15 Jahren hatten sich auf der Wache eingefunden. Mit Pinsel und Eisenpulver ging es auf die Suche nach Fingerabdrücken. Die Schüler durften einen Blick in das Innere einer Verwahrzelle werfen und sogar die Schutzausrüstüng, die zum Beispiel bei Fußballspielen oder Demos zum Einsatz kommt, anprobieren. Zusätzlich hatten die Beamten einen mobilen Blitzer in der Bahnhofsstraße aufgestellt und einen Infobus auf dem Gummersbacher Platz positioniert. Viele spannende Stationen, die zeigten, wie abwechslungsreich der Beruf des Polizisten ist.

Ein weiterer Betrieb, der Schüler in Empfang genommen hat, war die Helios-Klinik in Burg. 20 potenzielle Nachwuchs-Ärzte durften in einer Krankenhausführung unter anderem die Bereiche Ergo- und Physiotherapie sowie die Radiologie kennenlernen. Nach viel Theorie folgte dann aber Praxis. Am Ende hieß es selbst Hand anlegen. An einer Puppe zeigte Sylvia Budwilowitz, Lehrkraft am Bildungszentrum der Klinik, wie eine Herzmassage und Mund-zu-Mund-Beatmung funktionieren. Dann waren die Schüler an der Reihe und glänzten dabei mit erstaunlich viel Vorwissen.

137 Schülern wurde die Arbeit der Bundeswehr in der Burger Clausewitz-Kaserne näher gebracht. An sechs Stationen konnten sich Jugendliche aus Burg, Genthin, Calbe oder auch Schönebeck über die allgemeine Grundausbildung, "das Leben im Felde" sowie über Technik und Ausrüstung der Soldaten informieren. In einem Quiz wurde mit Fragen zu Politik und Bundeswehr getestet, ob sie für eine Offizierslaufbahn geeignet wären. Des Weiteren erzählten Frauen, welche Erfahrung sie im Einsatz und in der Truppe gemacht haben. "Uns war es wichtig, dass die Schüler die ganze Breite der Arbeiten hier in der Kaserne sehen. So können sie am besten entscheiden, ob es etwas für sie wäre oder nicht", sagt Hauptmann Denny Müller.

Maximilian Weirich und andere Azubis betreuten gestern in der Burger Volksbank zehn Schüler der 8. und 9. Klasse, die den Beruf des Bankkaufmanns kennenlernen wollten. "Wer denkt, die Volksbank wäre was für ihn, kann sich gerne für ein Wochenpraktikum anmelden", ermunterte Prokuristin Nordica Kühne den potenziellen Berufsnachwuchs. Die Jugendlichen erfuhren, dass man in der Volksbank außer im Service auch im Controlling, im IT-Bereich oder in der Buchhaltung arbeiten kann. Und für Vorstand Martin Trahe war es wichtig, dass er den Jugendlichen auch etwas über die Geschichte und die Grundsätze des genossenschaftlichen Bankwesens vermitteln konnte. Ein Rundgang durch die beiden Volksbank-Häuser am Rolandplatz gehörte natürlich auch zum Programm.

   

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