Das Astholz aus dem Waldstück am Ortsrand von Lostau wird beräumt werden. Wann, hängt auch davon ab, wie lange das Interesse der privaten Holzsammler anhält.

Lostau l Bei einer Vor-Ort-Besichtigung macht der zuständige Kirchenförster Bernd Winkler auf zwei Umstände aufmerksam: Ja, in der Fläche ist im Herbst Holz geerntet worden. Was maschinell im Wald nicht verarbeitbar ist, blieb liegen. Das ist in der Forstwirtschaft so üblich. Zur "Bereinigung" gibt es keine gesetzliche Verpflichtung. Die Gefahr, dass sich Forstschädlinge einnisten, sei bei Kiefern sehr, sehr gering.

Der wohl schwerwiegendere Aspekt sei die Tatsache, dass die zuständige Kirchliche Waldgemeinschaft dem Druck anliegender Bewohner nachgegeben und einen bis zu 20 Meter breiten Streifen Wald gefällt hat. Seit mehr als fünf Jahren habe es Beschwerden und die Forderung von Hauseigentümern gegeben, die Bäume zu fällen, weil sie als Gefahr empfunden wurden. Bei solchen Bäumen am Waldrand sind die Abfälle noch größer als bei Bäumen im Inneren des Waldes, "denn sie haben schützende Funktion und deshalb sind sie in Ästen und Kronen stärker ausgebildet". Für den Wald an sich ist eine Rodung am Rand immer problematisch, sagt der Forstfachmann, weil nun die inneren Bäume mehr gefährdet sind, wie auch der jüngste Sturm "Niklas" gezeigt habe. Damals, als hier gebaut wurde, sei aber keine Abstandsregelung zwischen dem Kirchengrundstück und der Baufläche getroffen worden.

Von einem Häckseln des Astholzes vor Ort habe man, so Bernd Winkler, aus logistischen Gründen und Platzproblemen verzichtet. Das Holz können sich gegen einen Holzschein private Interessenten holen. Das sei auch schon reichlich der Fall gewesen. Im Sommer könnten größere Mengen abgeholt werden, deutet Bernd Winkler an. "Wenn das so nicht eintritt, werden wir die Fläche beräumen und das Astholz abfahren."