Der Bau- und Umweltausschuss des Burger Stadtrates hat die Planungen für den grundhaften Ausbau der Straße Unterm Hagen bestätigt. Dabei handelt es sich um flankierendes Projekt der Landesgartenschau (Laga). Die reinen Baukosten belaufen sich auf 250 000 Euro.

Burg l Die typische Altstadtstraße Unterm Hagen wird vor allem im Zuge der Landesgartenschau an Bedeutung gewinnen. Vom Goethepark oder Großparkplatz auf dem ehemaligen Schlachthofgelände werden viele Besucher über den Kreuzgang Richtung Weinberg ein Stück des Weges durch diesen Abschnitt nehmen - und erste Eindrücke sammeln. Deshalb und auch, weil das Leitungssystem, wofür Wasserverband und Stadtwerke verantwortlich zeichnen, erneuert werden soll, plant die Stadt den grundhaften Ausbau der 150 Meter langen Straße vom Kreisel Franzosenstraße bis zur Sternstraße - nach Weiterführung der Planung und Ausschreibung in den letzten beiden Quartalen dieses Jahres.

Um ein einheitliches Bild zu geben, wurde die Gestaltung an die bereits sanierten Straßen, wie beispielsweise Franzosenstraße, angelehnt. Das heißt, dass in Unterm Hagen künftig über eine Asphaltdecke gefahren wird. Die Straße wird 6,55 Meter breit sein, einschließlich einer zweiseitig angeordneten Rinne zur Ableitung des Regenwassers und mit einem Hochbord aus Natursteinmaterial eingefasst.

Für Diskussion sorgten die Pkw-Einstellplätze, die wechselseitig angeordnet werden sollen. Vorgesehen sind sieben Parkmöglichkeiten am Rande der Fahrbahn. "Das ist sehr wenig", sagten Hansjürgen Wendrich (CDU-Fraktion) und Frank Endert (Freie Wähler-Endert). Die Folge wäre "eine Schlacht wie auf ein kaltes Buffet".

Hier sollen nun Möglichkeiten ausgelotet werden, diese Anzahl zu erhöhen, was allerdings laut Angaben des Planers schwierig wird.

Die Stellplätze werden mit Naturstein beziehungsweise Altmaterial aus dem ehemaligen Fahrbahnbelag ausgepflastert. Auch eine Neugestaltung der Gehwege mit Mosaikpflaster ist Bestandteil des Projektes. Auf der nördlichen Straßenseite wird der Weg 2,20 Meter breit sein; durch die Bebauung im südlichen Teil variiert er zwischen 1,45 und 2,85 Meter. Mittig wird wie in anderen Straßen ein durchgehendes Laufband aus Gehwegplatten verlegt.

Für die Grundstückszufahrten ist Natursteinpflaster vorgesehen. Mit Blick auf die Laga werden die Straßenradien im Anschlussbereich zur Bergstraße so verändert, dass zusätzlicher Raum für den Eingang zum Weinberg entsteht - mit einem Baumtor. Auch zehn neue und energiesparende LED-Straßenlampen werden für ausreichend Licht sorgen.