Für künftige Generationen bleibt ein Denkmal Burger Industriegeschichte erhalten - der Astonsche Schornstein am Vogelgesang. Die Sanierung im Zuge der Landesgartenschau (Laga) wurde jetzt beendet.

Burg l Familie Adebar wird hoch oben noch viele Jahre ihre gefiederten Jungen auf neuem Horst zur Welt bringen können und Laga-Besucher etwas über die Burger Historie am Fuße des Weinbergs erfahren. Denn heute ist der 24 Meter hohe Schornstein wieder absolut standsicher und seine Sanierung nach sieben Monaten erfolgreich abgeschlossen, resümiert Margit Dohm vom Bau-Fachbereich der Stadtverwaltung. "Wir sind mit den Arbeiten sehr zufrieden."

Mit Voruntersuchungen hat die Stadt insgesamt 131 000 Euro investiert. Für die Mitarbeiter der Wolmirstedter Spezialfirma war der Auftrag mit jeder Menge Klein- und Handarbeit verbunden. Nicht nur, dass unzählige Risse verfugt oder Steine neu eingesetzt werden mussten, auch der Schornsteinkopf wurde einer Höhe von 4,80 Meter abgetragen und neu aufgebaut. Das Besondere der Esse wurde erhalten: Bis zu sieben Meter ist der Schlot quadratisch, die restliche Höhe achteckig.

Auch die Zahlen sprechen für sich: So wurden insgesamt 3700 Ziegel im so genannten Reichsformat (Sonderform von Mauerziegeln) verbaut. "Zusätzlich sind 130 Formsteine verarbeitet worden", erläutert Margit Dohm. Und neben der Trockenlegung des Baukörpers haben die Fachleute auch den Fuß des Schornsteines neu gepflastert und die Oberfläche des gesamten Mauerwerks mit einer Speziallösung gegen Witterungseinflüsse verfestigt.

Der Schornstein hat eine lange Geschicht: Er war 1836 durch den Maschinenfabrikanten Samuel Aston errichtet worden.

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