Heyrothsberge (tra) l Dem Ortsbürgermeister Kurt Sattler bricht fast die Stimme, als er allen dankt, die sich dafür eingesetzt haben, dass die Ortschaft, die erst mit den Wahlen vom Mai des Vorjahres ihre Eigenständigkeit erlangte, nun ein eigens Wappen hat. Vor allem aber galt der Dank dem Förderverein der Freiwilligen Ortsfeuerwehr. Vereinsvorsitzender Wolfgang Selk macht in einer kleinen Ansprache den Grund dafür deutlich. Um dieses Wappen für die Ortschaft zu erlangen, mussten wir einmal mit der Kirche ums Dorf fahren. Der Ortschaftsrat hatte in einer seiner ersten Sitzungen beschlossen, sich ein eigenes Wappen zu geben. An den Vorschlägen für die Gestaltung haben viele Heyrothsberger mitgewirkt. Sie haben Iden für Motive eingereicht und über eine mögliche Tingierung (farbliche Ausführung) debattiert. Der Beschluss des Ortschaftsrates, so die Auffassung der Kommunalaufsicht des Landkreises, sei jedoch rechtlich nicht zulässig. Auch Einwände des renommierten Kommunalheraldikers Jörg Mantzsch, der mit der Erarbeitung des Wappens und die Erledigung der amtlichen Notwendigkeiten beauftragt worden war, halfen nichts. Deshalb wurde der Umweg beschritten, deshalb hatte der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr im Februar den einstimmigen Beschluss gefasst, als Wappenstifter aufzutreten und die Nutzung des Wappens dann an die Ortschaft zu übertragen.