Ihlegärten, Weinberg und Clara-Schwab-Schule, in die die evangelische Grundschule umziehen will, - über diese drei in der Stadt Burg laufenden Städtebauförderprojekte konnten sich Interessierte am Sonnabend informieren. Anlass war der Tag der Städtebauförderung.

Burg l Der bundesweite Tag der Städtebauförderung, der erstmals stattfand und der zur Tradition werden soll, hat das Ziel, kommunale Projekte der Städtebauförderung öffentlich zu präsentieren. 2014 gingen rund 3,7 Millionen Euro Städtebaufördermittel ins Jerichower Land. Das Geld floss unter anderem in die Sanierung des Burger Kinos.

Beim ersten derartigen Aktionstag, der eine gemeinsame Initiative von Bund, Ländern, Städtetag sowie Städte- und Gemeindebund ist, hat sich die Stadt Burg nun mit drei Großprojekten eingebracht, für die Städtebaufördermittel fließen und für die noch 2015 bzw. 2016 Baustart sein soll. Das waren die beiden Laga-Projekte Weinberg und Ihlegärten sowie der Umbau der alten Clara-Schwab-Schule zum neuen Domizil der evangelischen Grundschule.

Laga-Planer Gero Heck, Mitarbeiter der Stadtverwaltung sowie Mitglieder des Laga-Fördervereins waren Ansprachpartner bezüglich der beiden Laga-Projekte Ihlegärten und Weinberg. Wer sich zu einer "Baustellenführung" entschlossen hatte, wurde kompetent und anschaulich (Info-Tafeln) über die neuesten Entwicklungen auf den Flächen, bereits sichtbare erste Ergebnisse und die laufenden Bauvorbereitungen informiert.

So zum Beispiel auf der sogenannten Schusterinsel am Breiten Weg durch Brigitte Marmodée. Von dort soll noch in diesem Jahr der "Brückenschlag" zum zweiten Teilbereich der Ihlegärten, zur Alten Gerberei, erfolgen. 2016 sollen dann die Landschaftsgärtner in Aktion treten und die bisherigen Brachflächen in die Ihlegärten verwandeln. Obstbäume und Auwaldgehölze sollen dann an den Zugängen besondere Akzente setzen. Innerhalb der Ihlegärten wird durch lockere Bepflanzung ein "Streuobstwiesencharakter" entstehen. Und die entstehenden Gartenparzellen sollen Platz bieten für die verschiedensten Nutzungen, so für Themengärten während er Landesgartenschau 2018.

Am "Storchenschornstein" empfing Sonnhild Noack diejenigen, sie wissen wollten, was sich bis zur Laga am und auf dem Weinberg verändern soll. Während in die Ihlegärten eine Million Euro investiert werden soll, sind für den Weinberg insgesamt mehr als zwei Millionen Euro an Kosten geplant, wobei die Sicherung und Sanierung des Schornsteins bereits abgeschlossen werden konnte, ebenso wie die Instandsetzung der historischen Stadtmauer auf dem Weinberg. Zum Weinberg-Projekt gehört weiterhin die Nutzbarmachung der historischen Kelleranlagen und natürlich die landschaftliche und gärtnerische Gestaltung des Areals mit einer Uferpromenade entlang der Ihle, der Gestaltung des Weinbergplateaus als "Stadtbalkon" und die Neugliederung des Weinbergs, die den gärtnerischen Weinanbau erlebbar machen soll.

(Zur Clara-Schwab-Schule lesen Sie mehr in einer unserer nächsten Ausgaben)

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