Drei hochklassige Musiker haben am Sonntagnachmittag das zweite Konzert des diesjährigen Loburger Orgelsommers bestritten. Es war ein Konzert, das mehr Publikum verdient gehabt hätte.

Loburg l Es war - wie in der Ankündigung versprochen - eine musikalische Reise durch das barocke Europa, zu der die Musiker Margret Bahr (Sopran), Anna Barbara Kastelewicz (Violine) und Arno Schneider (Orgel) eingeladen hatten. Es war aber auch eine Reise in die Welt der nicht ganz so bekannten Komponisten. Denn sogar der Organisator der "Orgelsommer", Roland Theuring, gestand zu Beginn dem Publikum, dass auch er bei manch einem Künstler erst einmal nachschlagen musste, um darüber etwas sagen zu können.

Dies ist eine der liebenswerten Eigenschaften der Kulturreihe: man wird nicht nur "bespielt", sondern erfährt stets auch etwas über die Komponisten und die Zeit, in der die Werke entstanden sind.

Als Barockmusik wird die Musik bezeichnet, die in der Zeit von 1600 bis 1750 entstanden ist. Gute Bekannte kamen am Sonntag zu Gehör, dazu zählten Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Dietrich Buxtehude. Doch nicht allen durften bis Sonntag auch die Werke etwa von Bohuslaus Czernohorsky bekannt sein.

Den Musikern, die von der Orgelempore aus musizierten, gelang über eine Stunde lang ein beeindruckendes, für die barocke Musik nicht untypisches Wetteifern von Orgel, Gesang und Violine. Wobei letztlich das Publikum Gewinner war.