Möser/Hohenwarthe (el) l Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen heißt das Prinzip, nach dem Eingriffe in die Natur andernorts wieder gut gemacht werden müssen. Doch was bedeutet das für die Bauherren in der Realität? Das Beispiel Wasserstraßenkreuz Magdeburg: Eine Fläche von 137 Hektar wurde beansprucht - und auf einer doppelt so großen Fläche etwas für die Natur getan. Auf mehr als 700 Hektar Boden wurden im Jerichower Land seit der Wiedervereinigung Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen realisiert, unter anderem um den Ausbau der A2 oder neuer Bahnstrecken zu kompensieren. 256 Hektar davon wurden im Zuge des Baus des Wasserstraßenkreuzes Magdeburg genutzt - eine doppelt so große Fläche als für die Baumaßnahmen beansprucht. Ein Beispiel: Drei Hektar Wald wurden für den Hafenbereich an der Niegripper Schleuse gerodet - neun Hektar wurden dafür aufgeforstet.