Burg (mk) l Kommunale Partnerschaften zwischen Israel und Deutschland sind in Sachsen-Anhalt noch eine Rarität. Neben Burg unterhält die Verbandsgemeinde Unstruttal (Burgenlandkreis) entsprechende Beziehungen und Osterburg (Landkreis Stendal) erwägt eine Partschaft mit Meitar. Für Burgs Bürgermeister Jörg Rehbaum (SPD) steht deshalb fest: "Die Kontakte sind auf jeden Fall noch ausbaufähig und lohnenswert. Auch wenn uns eine große Entfernung voneinander trennt." Die Ihlestadt nimmt in der Tat mit eine Vorreiterrolle ein, denn seit 2001 bestehen bereits freundschaftliche Kontakte, "die auch gelebt werden. Maßgeblichen Anteil daran hat auch unser Freundschaftskreis, der sich sehr engagiert", betont der Stadtchef. Gegenseitige Besuche, Sportveranstaltungen oder Bezie-hungen unter den Vereinen und auch Freundschaften gehörten mittlerweile dazu. Ein besonderer Höhepunkt ist die kommende Reise in die Region. Zwölf Akteure aus Sachsen-Anhalt, darunter jeweils drei aus den erwähnten Kommunen, reisen für sechs Tage nach Israel, um die Aufnahme diplomatischer Beziehungen vor 50 Jahren (12. Mai 1965) zu würdigen. Für Rehbaum sowie Stadtrat Heiko Jerkowski (SPD) und Susanne Beck vom Freundschaftskreis, beide gehören zur Burger Reisegruppe, ist dies ein Besuch mit einzigartigem geschichtlichen Hintergrund: "Wir stehen in einem einzigartigen Verhältnis zu Israel, begründet im systematischen Völkermord zur Zeit des Nationalsozialismus."