Der Kulturausschuss von Möckern hat in seiner zurückliegenden Sitzung knapp 10 000 Euro Fördergelder für Veranstaltungen bewilligt, die das angestrebte "Wir-Gefühl" in der Einheitsgemeinde fördern sollen. Wie bereits im Jahr 2014 stehen auch für das Jahr 2015 finanzielle Mittel aus Sponsoringgeldern zur Verfügung.

Möckern l Die Stadt Möckern soll zusammenwachsen und die Dörfer sollen sich besser kennenlernen. Und weil das in der Freizeit bei Festen oder Sportveranstaltungen am besten geht, hatte die Stadtverwaltung von Möckern bereits im Vorjahr einen Spendentopf ins Leben gerufen, mit dem öffentliche Veranstaltungen zur Förderung des sportlichen und kulturellen Lebens realisiert werden können. Das Budget stammt aus Sponsoringgeldern, so etwa einer Zuwendung des regionalen Stromversorgers Avacon.

Um in den Genuss eines Teiles der insgesamt 10 000 Euro zu gelangen, mussten die Veranstalter einige Bedingungen erfüllen. So sollen sich die Veranstaltungen an alle Einwohner der Stadt Möckern richten, um das Wir-Gefühl zu befördern. Ausdrücklich erwünscht sind seitens der Stadtverwaltung neue Veranstaltungsideen. Auch soll die finanzielle Förderung besonders jenen Veranstaltungen helfen, die ohne einen solchen Zuschuss gar nicht möglich wären. Dennoch ist es stets auch Aufgabe der Fördergeldnehmer, selber nach Einnahmequellen zu suchen.

8722 Euro bewilligt

8722 Euro - diesen Betrag bewilligte der Kulturausschuss schließlich den 19 Antragstellern nach einiger Diskussion insgesamt. Beantragt worden waren 9617 Euro.

Einfach machten sich die Kulturausschuss-Mitglieder ihre Entscheidungen nicht. In der Diskussion stellte sich heraus, dass nicht alle antragstellenden Veranstaltungen sämtliche Vorgaben erfüllen. So gab es etwa Redebedarf bei dem geplanten "Kinder- und Siedlungsfest" in der Möckeraner Siedlung "Grätzer Hof". Der von den Veranstaltern beantragte Betrag von 250 Euro wurde nicht bewilligt, mit der Begründung dass das "Wir"-Konzept nicht erfüllt werde. Es handele sich vielmehr um ein "Straßenfest" mit eng begrenzter Zielgruppe.

Geld für Dorffeste?

Die Stadt hatte bei ihrer Konzeption bestimmte Budgets etwa für Sport, Wanderungen, Chor und für die Zielgruppen Kinder, Jugendliche, Ü30 und Senioren vorgesehen. "Für einige Bereiche der Konzeption liegen gegenwärtig keine Anträge vor und für andere Bereiche - wie bestehende Ortsveranstaltungen - wurden mehrfach Zuschüsse beantragt", erklärte die für Kultur verantwortliche Stadtmitarbeiterin Mareen Hensel den Ratsleuten.

Auch wurden für reguläre Ortsfeste zunehmend Anträge auf "Wir-Zuschuss" gestellt, obwohl diese nicht Bestandteil der Veranstaltungskonzeption sind. Weil aber in der Förderperiode 2014 einige bezuschusst wurden, habe es im Nachgang Diskussionen gegeben, ob dann nicht alle Ortschaften Anträge stellen könnten. Bereits vor einem Jahr hieß es: kein Zuschuss für etablierte Standardveranstaltungen.

In der ersten Antragsrunde 2014 waren insgesamt 9800 Euro beantragt worden, davon wurden 8450 Euro auch bewilligt. Tatsächlich ausgereicht werden mussten jedoch nur 4290 Euro. Für zwei Veranstaltungen wurden Beträge ins Jahr 2015 übertragen. Im Jahr 2014 nicht ausgeschütte Gelder wurden dem allgemeinen Stadthaushalt zugeführt.