Genthin (da) l Hochwertige Mobiltelefone werden zu einer Anschrift in der Genthiner Mützelstraße geliefert. Eigentlich nichts Ungewöhnliches, doch die Wohnung ist unbewohnt. Am Montag wird die Polizei von Zeugen darüber informiert, dass erneut ein Paket dort abgeliefert werden soll. Der Zusteller trifft niemanden an und hinterlässt die entsprechende Zustellbenachrichtigung. Einen Tag später wird ein 24-jähriger Afrikaner dabei erwischt, wie er die Benachrichtigungen aus dem Briefkasten nimmt. Jetzt muss er sich wegen versuchten Betruges verantworten. Die Polizei wurde am Montag gegen 11 Uhr über eine vermutliche Paketzustellung an die "Fakeanschrift" in der Mützelstraße informiert. Zunächst Unbekannte hatten an einem dortigen Mehrfamilienhaus an einem ungenutzten Klingelschild und an einem Briefkasten zu einer derzeitig leerstehenden Wohnung den Namen "Heinemann" angebracht. In diesem Briefkasten landeten dann auch mehrere Zustellbenachrichtigungen. Am Dienstag gelang es den Polizisten den 24-Jährigen anzutreffen, der gerade dabei war mehrere zu der "Fakeadresse" bestellte hochwertige Mobiltelefone abzuholen.

"Wir bitten in diesem Zusammenhang, bei Feststellungen von ähnlichen Unregelmäßigkeiten an eigentlich ungenutzten Briefkästen, um einen entsprechenden Hinweis", betont Polizeisprecher Thomas Kriebitzsch.