Startnummer am T-Shirt, vorbereitete Getränkeflasche auf dem Tisch: Wie Profi-Läufer gingen die Kinder und Jugendlichen zum 9. MALIG im Gommeraner Sportforum an den Start. Mit 193 Teilnehmern zählte der SV Eintracht Gommern einen neuen Rekord.

Gommern l Für sein "Aufgeben gilt nicht!" wurde Zehnkämpfer und Olympia-Silbermedaillengewinner Frank Busemann berühmt. Das Motto nahmen sich zum 9. MALIG auch die kleinen und großen Starter zu Herzen. Jedes Mädchen, jeder Junge lief so lange, bis das selbst gesteckte Ziel erreicht war.

MALIG ist die Abkürzung für "Mein Alter lauf ich gern". Für viele Kinder reicht die einfache Minutenzahl ihres Alters aber nicht aus, sie legen sie zweifach oder sogar dreifach zurück.

Beim 9. MALIG gingen insgesamt 193 Kinder und Jugendliche an den Start. "Ich bin völlig geplättet von dieser Resonanz, mit der hatte ich nicht gerechnet", sagte Organisator und SV Eintracht-Abteilungsleiter Steffen Hartwig nach dem Wettkampf. Noch kurz vor dem Start meldeten sich viele Teilnehmer an. Das perfekte Laufwetter mit Sonnenschein und etwas Wind half dabei sicherlich.

Den einfachen MALIG, mit dem die Gommeraner Laufserie ursprünglich angefangen hatte, nahmen 18 Jungen und 25 Mädchen in Angriff. Ihr Alter in zweifacher Minutenzahl legten 24 Jungen und 35 Mädchen zurück. Die meisten Läufer entschieden sich für die dreifache Minutenzahl: 91 Starter. Wobei mit Lina Göhring aus Dannigkow und Christian Wetzel aus Menz zwei Vierjährige den MALIG 3 absolvierten.

Sogar in den MALIG 4 stieß Toni Gebel aus Gommern vor. Der Zehnjährige lief die 42 Minuten (die längste mögliche Zeit) und setzte damit ein Achtungszeichen. Müssen die Veranstalter künftig sogar einen MALIG 4 anbieten?

Zum 9. MALIG erhielten die Kinder erstmals Startnummern, was den Helfern die Zuordnung und Organisation erleichterte. An drei Tischen kümmerten sich Annett und Trine Koczak sowie Susann Arndt um die Ausgabe und um die Nachmeldungen. Sandra Zeibig hatte wieder einen bunt gespickten Parcours auf den Rasen gezaubert, um den kleinen Läufern die Strecke abwechlungsreicher zu gestalten.

Indem die Läufer, die die 42 Minuten schaffen wollten, als erste auf die Bahn geschickt wurden, und alle anderen Gruppen zeitversetzt starteten, liefen zum Schluss alle Teilnehmer gemeinsam (mit Ausnahme der ganz Kleinen).

Unterwegs wurden die Jungen und Mädchen von ihren Eltern, Großeltern, Geschwistern und Trainern angefeuert. Musik und aufmunternde Worte von Steffen Hartwig übers Mirkofon halfen, wenn die Lunge brannte oder die Beine schmerzten: "Tempo rausnehmen, wer nicht mehr kann, aber nicht stehen bleiben."

Unter lautem Jubel und Beifall der Zuschauer endete der 9. MALIG. "Ihr wart klasse!" Ein großer Moment war für viele Kinder die Übergabe der nach ihren Läufen gestaffelten Medaillen und ihrer Urkunden, die mit dem ausgestanzten Läuferfuß ein besonderer Hingucker sind.

Dass wirklich alle Kinder eine Medaille bekamen, dafür hatte Steffen Hartwig gemeinsam mit der Firma Kison gesorgt. Er hatte sich bei den MALIG 3-Startern verzählt und bemerkt, dass mehr Medaillen notwendig sind. Die wurden innerhalb einer Stunde geliefert.

"Ein besondere Dank geht an den Nedlitzer SV Germania unter Leitung von Margret Jarzembowski und ihrem Team für ihre Unterstützung bei der Vorbereitung und an das Team der Abteilung Leichtathletik des SV Eintracht Gommern, für den reibungslosen und tollen Ablauf", sagte Steffen Hartwig. Man merke schon, dass sie ein eingespieltes Team seien.

Unterstützung kam auch von der Stadt Gommern, die kurz vor dem Wettkampf die Laufbahn noch einmal abzog und damit die Voraussetzung für einen verletzungsfreien Lauf schuf.

Weil auch in Gommern nach dem Wettkampf vor dem Wettkampf ist, werfen die nächsten Sportveranstaltungen für Kinder und Jugendliche schon ihre Schatten voraus. Das sind der Kinderzehnkampf im September und die 10. Auflage des MALIG im Dezember.

 

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