Burg l Die Zeit der Papierberge bei den Sitzungen des Stadtrates und seiner Ausschüsse ist nun auch in Burg Geschichte. Ab der neuen Beratungsschiene werden moderne iPads auf den Tischen liegen.

47 solcher Geräte des Herstellers mit dem markanten Apfel hat die Stadtverwaltung erworben - für die Stadträte, den Bürgermeister, die Ortsbürgermeister und Spitzen der Verwaltung. "Anschließend folgten drei ausführliche Schulungen zur Handhabung", sagte Bernhard Ruth, Pressesprecher der Stadtverwaltung, gestern.

Die künftige Verfahrensweise ist relativ einfach: Die entsprechenden Beschlussvorlagen können über das Ratsinformationsportal beziehungsweise über eine spezielle App als pdf-Dokument heruntergeladen werden. Das ermöglicht auch, Bemerkerungen in das Dokument zu schreiben. Eine Ausnahme gibt es: Der Haushalt, ein dickes und umfangreiches Zahlenwerk, wird in Papierform ausgereicht. Schon allein wegen der Übersichtlichkeit. Auch werden die Einladungen zu den Sitzungen weiterhin per Post verschickt.

Jetzt geht es jedenfalls ans Praktische. Stadtrat Dominik Patté (SPD-Fraktion) beispielsweise ist auf jeden Fall optimistisch: "Es ist eine Gewöhnungs- und Übungssache."

Der Stadtrat hatte im vergangenen Jahr den Beschluss gefasst, die papierlose Ratsarbeit einzuführen, ähnlich wie beispielsweise in Genthin, wo dieses Verfahren schon länger problemlos läuft. Ein Grund: Papier und langfristig auch Kosten zu sparen: Bislang wurden in Burg pro Jahr ungefähr 240 000 Druck- und Kopierseiten für Unterlagen benötigt. Das entspricht mit Versand und Boten Kosten von knapp 26 000 Euro.

Die iPads bleiben Eigentum der Stadt Burg.