Königsborn (fh) l 450 Tonnen Metall: Er ist ein Gigant unter den Schienenfahrzeugen unseres Landes - Büffel nennen die Eisenbahner einen 114 Meter langen Schnellumbauzug. Dieses eiserne Monster tauscht im Fließbandverfahren Schienen und Betonschwellen aus. Der Büffel macht eine Woche lang Pause. Der Schnellumbauzug der Bahn AG bekommt derzeit eine Durchsicht in der Werkstatt der Bahnbaugruppe in Königsborn (zwischen Biederitz und Gommern): "Bei diesem Boxenstopp wird der Koloss durchgecheckt. Dazu gehören die Inspektionen von Motoren, Bremsen und Hydraulik", erklärt Bahnsprecherin Erika Poschke-Frost. 250 Meter pro Stunde kann der Büffel arbeiten. Eingesetzt wird diese riesige Maschine, die sich auf Ketten fortbewegt, zum Austausch von Bahnschienen und Betonschwellen in einem Prozess. "Sie kann aber auch neue Gleisstrecken inklusive Schotterbett erstellen", erklärt Oberbauleiter Sven Sobiella. Im Idealfall schafft der Büffel auch 350 Meter pro Stunde. Sobiella: "Das kommt immer auf die örtlichen Gegebenheiten an." Angetrieben wird das metallene Monster von einem 760 PS starken Dieselmotor. 500 Meter lang ist der Schnellumbauzug, wenn er mit seinen Betonschwellenwaggongs im Einsatz ist. Im Fließbandverfahren nimmt die Maschine im vorderen Teil zunächst Schienen und Schwellen auf. In der Mitte des Umbauzuges werden das Schotterbett planiert und die neuen Betonschwellen eingesetzt, ehe der hintere Teil des Zuges die neuen Schienen aufsetzt. "Dabei bleibt der Büffel ständig in Bewegung", sagt Sobiella.