In der Stadtratssitzung am Donnerstag ist der wiedergewählte Frank von Holly auf seine zweite Amtszeit als Stadtbürgermeister von Möckern vereidigt worden. Einstimmig hatten die Möckeraner Stadträte zuvor das Wahlergebnis vom 22. März für gültig erklärt.

Möckern l Angesichts der Tatsache, dass innerhalb von zwei Wochen nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses keine Einwände erhoben worden waren, hatten die 21 anwesenden Stadträte keine große Wahl. Die Bürgermeisterwahl, bei der Frank von Holly mit 51,3 Prozent der Stimmen als Wahlsieger gegenüber Bernd Wünschmann hervorging, gilt als gültig. Frank von Holly kann somit weitere sieben Jahre Stadtoberhaupt der Einheitsgemeinde Möckern bleiben.

Stadtratsvorsitzender Holger Blumhagel vereidigte Frank von Holly und bat danach alle Ratsleute, zu einer sachbetonten Ratsarbeit zurückzukehren: "Der politische Wahlwettbewerb liegt hinter uns. Ich wünsche mir einen fairen und sachlichen Umgang und eine gute Zusammenarbeit im Stadtrat. Es ist Zeit, nach vorne zu schauen und zum Wohle unserer Stadt und zum Wohle unserer Bürger zur politisch sachlichen und konstruktiven Arbeit zurückzukehren."

Dank für das Vertrauen

Mit dem gleichen Anliegen wandte sich Frank von Holly nach seiner Vereidigung an die Ratsleute: "Auch sieben Jahre später ist es ungewöhnlich, hier wieder vereidigt zu werden." Sein erster Dank ging an jene, die ihm das Vertrauen gegeben hatten. Von Holly dankte für die Zusammenarbeit in den vergangenen sieben Jahren. "Ich bitte darum, zur sachlichen Arbeit in der noch immer in der Entstehung befindlichen Stadt zurückzukehren. Diesen Pfad haben wir in den vergangenen Wochen zuletzt verloren - das ist normal bei solchen Auseinandersetzungen. Ich würde mir wünschen , dass wir wieder sachlich näher an dem Thema unserer Stadt und unserem gesamten "Ich" arbeiten."

Eine im Wahlkampf gefallene Bemerkung habe ihn besonders getroffen, weil sie unzutreffend sei: "Ich habe mich wirklich nie vorrangig um die von einigen so genannte `Kernstadt Möckern` gekümmert. Solche Sätze haben mir in der Wahlzeit wehgetan und ich bitte wirklich darum: sollte der Eindruck entstehen, dass ich mich mehr um das eine kümmere als um anderes, dann bitte ich um Hinweis dazu. Es geht um unsere Stadt. Ich möchte mich weiterhin stark für diese Stadt machen, aber dazu brauche ich Ihre Unterstützung."

Die parteipolitische Zusammensetzung im Stadtrat bietet Reibungspotenzial: 28 Ratsleute gibt es, dazu kommt der stimmberechtigte Stadtbürgermeister. Die CDU/FDP-Fraktion stellt 14 Sitze, die Wählergemeinschaft Fläming kann elf Sitze auf sich vereinigen, hinzu kommen drei Sitze der Fraktion von Grünen/Linken und SPD, welche zumindest physisch im Sitzungsraum auf der Seite der Wählergemeinschaft Fläming einen festen Platz eingenommen hat. Stadtchef Frank von Holly gilt als fraktionslos, hat aber das Parteibuch der CDU in der Tasche.