Mit Gesamtkosten in Höhe von rund 30 000 Euro muss die Stadt Gommern nach den Hochwassern aus Elbe und Ehle im Januar rechnen. Diese Zahlen legte Gommerns Bürgermeister Wolfgang Rauls vor.

Gommern. Diesbezügliche Anfragen hatte es in der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses gegeben. Bei der Aufschlüsselung der Kosten sei zwischen dem Ehlehochwasser vom 7. bis 24. Januar und dem sich daran anschließenden Elbehochwasser zu unterscheiden, welches ab dem 17. Januar durch Rückstaugefahr auch in der Ehlestadt bemerkbar wurde.

In den Kosten für das Elbehochwasser, das einen besonderen Schwerpunkt auf die Umflutkanäle zwischen Gommern, Pötzky und Vogelsang legte, enthalten sind etwa Aufwendungen für die Deichwachen. Neben freiwilligen Helfern wurden auch Kräfte der Stadtverwaltung und des Bauhofes herangezogen, deren Stundenlohn in die Berechnung mit eingeflossen ist. Jeder Mitarbeiter kam etwa drei Mal zum Einsatz, bei den Deichwachen wurden Schichten à vier Stunden "gelaufen", mit je zwei Personen besetzt.

Auch der Kauf von zusätzlichen 10 000 Sandsäcken schlägt mit immerhin fast 3400 Euro zu Buche. Dann sind Reparaturkosten für die Brücke in Dornburg sowie für die Instandsetzung ländlicher Wege im Überflutungsgebiet in der aktuellen Kostenschätzung aufgeführt. Insgesamt stehen im Posten Elbehochwasser demnach rund 20 000 Euro.

Ehlehochwasser

Auf dem Papier gut halb so teuer kam die Ehlestadt die Flut aus dem eigenen Flüsschen zu stehen. Fast 10 000 Euro werden hier benannt. In dieser Summe sind aber auch über 1100 Euro Lohnkostenerstattungen für die Feuerwehrleute enthalten, die während beider Hochwasser im Einatz waren. Denn den Verdienstausfall der Unternehmen, die ihre Mitarbeiter für den Ehrendienst freistellen, muss die Stadt Gommern erstatten.

Auch nicht billig war während der Bekämpfung der Flut die notwendige Betankung der Einsatzfahrzeuge: Eine Tankrechnung in Höhe von 1369,96 Euro flattert der Stadtverwaltung auf den Tisch. Die Arbeitskräfte des Bauhofes, die mit dem Fahren und Beräumen von Sandsäcken beschäftigt wurden, erbrachten einen Gegenwert von fast 5000 Euro. Die Kosten für Reparaturen und Ersatzbeschaffungen schlagen mit über 1000 Euro zu Buche. Das Billigste der jüngsten Hochwasserbekämpfung ist auf der langen Liste offenbar das, was neben Menschenkraft das Effektivste gegen Hochwasser ist: Für Sand wurden insgesamt 510,75 Euro berechnet.

Zum Vergleich: Laut Aussagen aus der Stadtverwaltung Gommern entstanden durch das Hochwasser der Ehle im Herbst 2010 (30. September bis 4. Oktober) gut 15 500 Euro Gesamtkosten.