Der Haushaltsplan für das Jahr 2011 der Stadt Möckern ist genehmigt. Darüber informierte Bürgermeister Frank von Holly die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses.

Möckern. Der positive Bescheid der Kommunalaufsicht flatterte dem Stadtchef am 14. Februar auf den Schreibtisch, nun bedarf es noch der Bekanntmachung durch das Amtsblatt. "Damit sind wir jetzt ohne Auflagen handlungsfähig", verkündete Frank von Holly, wohl wissend, dass mit diesem unausgeglichenen Haushaltsplan keine großen Handlunegn möglich sind. Für die Genehmigung hatte die Stadtverwaltung auch ein Konsolidierungskonzept aufstellen müssen, das der Stadtrat zusammen mit dem Haushaltsplan verabschieden musste. Das Konzept soll anhand umfassender Einsparvorschläge und der Suche nach Einnahmemöglichkeiten gewährleisten, dass Möckern ab 2018 wieder schuldenfrei ist.

Dass die kommunalen Haushaltsbilanzen bereits ab dem Jahr 2013 schon wieder ganz anders aussehen werden, daran erinnerte am Abend der Ausschusssitzung Andre Schlothane von der Uelzener Doppikberatungsgesellschaft. Diese aus der Stadtverwaltung Uelzen heraus gegründete Gesellschaft hilft derzeit fast allen Einheitsgemeinden im Jerichower Land auf die Sprünge, was das neue kommunale Haushalts- und Berechnungswesen "Doppik" betrifft. Denn das bislang verwendete kameralistische System weicht dem so genannten doppischen.

Adieu, Kameralistik

War der kommunale Haushalt bislang durch die zahlungsorientierte Darstellung von Verwaltungshaushalt und Vermögenshaushalt aufgeteilt, so wird künftig - ab 2013 - auf die recourssenorientierte Darstellung umgestellt. Sprich: es werden sämtliche Werte, Immobilien und Straßen usw. aufgelistet und nach aktuellem Wert oder Wiederbeschaffung bilanziert. "All diese Werte werden in einer Bilanz erfasst", erläuterte der Uelzener Berater und warnte schon mal: "Sie werden sich wundern, was für schwarze Löcher Sie da vorfinden, von denen Sie nichts ahnten."

Derzeit wird in der Stadtverwaltung erfasst, was das Zeug hält. Dass man bei derzeit knapp 2,7 Verwaltungsangestellten pro 1000 Einwohner in der Einheitsgemeinde eigentlich gar nicht die Personalstärke für solch einen Verwaltungsakt hat, brauchte nicht erwähnt werden. Die Umstellung auf Doppik erscheint nicht jedem schlüssig. So fragte etwa Stadtrat Helmut Unger, warum man nicht auf das seit 150 Jahren bewährte System der Wirtschaft umschwenke.

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