Blau-Weiß - Das waren die maßgebenden Farben am Sonnabend. Der Niegripper Carneval Club feierte seine 30. Session in der Burger Stadthalle. 130 Besucher lachten und schunkelten mit den Jecken.

Burg. Wenn der Chauffeur des Burger Bürgermeisters aus dem Nähkästchen plaudert, Heintje verloren geht, Niegripper den irischen Volkstanz trampeln, so dass Lord of the Dance erblasst, alte hessische Marktweiber perfekt integriert werden, man mit seinen Beziehungsproblemen nicht allein gelassen wird und nach drei Stunden weiß, das definitiv weiße Unterwäsche das Nonplusultra der Sesson ist, dann sind die Jecken des Niegripper Carneval Club (NCC) mit Sicherheit dafür verantwortlich.

In der 30. Session des Clubs hieß es am Sonnabend in der Stadthalle Burg: "Niegripp, Burg, Hohenwarthe - Helau!" 130 Narren waren zu der Nachmittagsseniorenveranstaltung gekommen, um sich das Jubiläumsspektakel anzuschauen. Und die Niegripper machten - im wahrsten Sinne des Wortes - ordentlich Ballett auf der Bühne.

Die jungen Männer des Vereins verwandelten sich mit weißen Rüschenhöschen und BH in die Gaga Boys, die ihrem Vorbild Lady Gaga vermutlich die Show gestohlen hätten. Das Männerballett "Die Wilden Männer" legte in Funkenmariekostümen und halsbrecherische akrobatische Tanzeinlagen zu Akkordeon- Stimmungsmusik hin. Die Damen wollten dem natürlich in Nichts nachstehen und fuhren Shows auf, die an Sexappeal, Humor und Stimmung schwer zu schlagen waren. Auch die Jugend ließ sich nicht lumpen: Die Elbspatzen zeigten, dass auch ihnen Dirty Dancing nicht fremd ist. Aber das Tanzen eigentlich immer noch am schönsten ist, wenn Männer und Frauen zusammen tanzen, zeigte dann die irische Volkstanzeinlage á la Lord of the Dance, die das Publikum in seinen Bann riss.

Doch was wäre ein Karneval ohne Büttenreden? Der NCC hatte auch hier einiges parat: Doris und Annelie lieferten einen astreinen Reisebericht ab, woran bei einer Schiffsreise auf einem Luxusdampfer gedacht werden muss und wie Männer instruiert werden müssen. Marktilda verbreitete den Klatsch und Tratsch der Dörfer und der ganzen Republik, der Chauffeur von Jörg Rehbaum machte deutlich, dass er schon ein gehöriges Wörtchen mitzureden hat, und das Ehepaar Doris und Norbert focht den Kampf der Geschlechter aus.

Das Programm gibt es nochmals am 5. März in der Stadthalle Burg zu sehen. Vorweg Eindrücke vom Programm gibt es in einer Bildergalerie unter:

www.volksstimme.de/lokal

   

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