Wozu braucht man eigentlich noch Schlauchtürme? Mit dieser Frage reagierte das Gommeraner CDU-Stadtratsmitglied Matthias Fickel auf eine Ankündigung einer Haushaltsüberschreitung in Höhe von gut 9000 Euro für die dringend nötige Instandsetzung des Leitzkauer Schlauchturmes der Feuerwehr.

Gommern/Leitzkau/Dannigkow. Ganz unbegründet scheint die Nachfrage nicht. Schließlich, so Matthias Fickel, gebe es im Landkreis Jerichower Land doch den Schlauchverband, bei dem die Feuerwehren ihre im Einsatz benutzten Schläuche ins Feuerwehrtechnische Zentrum nach Burg bringen und trockene und überprüfte Schläuche zurückerhalten.

Dieses Angebot wird zumeist auch genutzt, bestätigte Gommerns Hauptamtsleiterin Cornelia Fritsch. Aber die Schlauchtürme werden ebenfalls genutzt. In manchen Fällen sind die langen Aufhängungen ja auch fester Bestandteil der Gerätehäuser, erinnerte Bürgermeister Wolfgang Rauls. Eine vom Feuerwehrhaus gesonderte Betrachtung sei da nicht möglich.

Genau so verhält es sich auch im Falle des Gerätehauses von Dannigkow. Hier ist seit langer Zeit der hölzerne Schlauchturm Sorgenkind der Kameraden. Der Turm ist schief und droht inzwischen zu kippen, wenn er nicht stabilisiert wird. Nachdem lange auf ein Gutachten gewartet worden ist, machen die Dannigkower nun Nägel mit Köpfen. Ein Unternehmen hat seine Unterstützung bei der Sanierung angeboten. Inzwischen steht eine aufwändige Verstrebung, die den Turm absichert, bis die Stabilität wieder hergestellt worden ist.

Dass die Schlauchtürme gar nicht mehr genutzt werden, stimmt übrigens nicht. Etwa, wenn bei Hochwassereinsätzen die Zeit fehlt. Oder nach Übungen werden die Schläuche durchaus "zu Hause" zum Trocknen aufgehängt.

In Wahlitz wurde erst vor wenigen Jahren aus diesem Grunde ein separater Mast neben dem Feuerwehrgerätehaus aufgestellt.