Grundstücks-Poker ist nach Ansicht von Möckerns Bürgermeister Frank von Holly und des CDU-Landtagsabgeordneten Markus Kurze mit Schuld daran, dass der Bau des Radweges von Stegelitz nach Madel bisher nicht in Gange kommt. Nun aber könnte es was werden mit dem Bauvorhaben.

Möckern/Stegelitz/Madel. Es geht um die Grundstücke, über die der seit Langem geplante Radweg zwischen Stegelitz und Madel verlaufen soll. Hier waren vor Baustart die notwendigen Verträge mit den Besitzern notwendig. Denn die Eigentümer müssen einem Verkauf der Fläche zustimmen. Doch der nötige Erwerb sei bis vor drei Monaten nicht bei allen betroffenen Grundstücken geklärt gewesen, bestätigte Frank von Holly im Rahmen einer Wahlkampfveranstaltung der CDU im Stegelitzer "Dorfkrug".

"Manche Eigentümer pokern, weil sie sich höhere Grundstückspreise erhofften", so Frank von Holly, nachdem der Landtagsabgeordnete Markus Kurze zu einer Bürgernachfrage Stellung genommen hatte.

In Falle eines Grundstückes sei nun sogar ein Enteignungsverfahren notwendig um endlich mit dem Bau beginnen zu können. "Das Verfahren wird nun vorbereitet und ist Bestandteil des Planfeststellungsverfahren, das jetzt auch anläuft", erklärte Möckerns Bürgermeister, der sich für diesen März endlich Bewegung in Sachen Radwegebau erhofft.

Seit mehreren Jahren schon ist der Betrag für den Radweg in den Haushalten der Stadt Möckern fester Bestandteil - und wird in gleicher Regelmäßigkeit nach Ablauf des Jahres unangetastet wieder gestrichen. Enthalten ist die Summe aber nur als durchlaufender Posten, denn der Radweg, der parallel zur Bundesstraße 246 von Stegelitz bis nach Burg-Madel verlaufen soll, wird letztlich vom Land Sachsen-Anhalt finanziert.