Auf der jüngsten Sitzung des Biederitzer Gemeinderates ist die aktuelle Einwohnerstatistik bekannt gegeben worden. Dementsprechend lebten Ende Januar 8531 Bürger in den Ortschaften der Einheitsgemeinde.

Biederitz. Das ist zu Ende Dezember zwar ein kleiner Rückgang, doch im Grunde genommen ist die Bevölkerungsentwicklung der Gemeinde Biederitz stabil. Von den 8531 Bürgern lebten 3710 in der Ortschaft Biederitz, 2646 in Gerwisch, 341 in Gübs, 951 in Heyrothsberge, 496 in Königsborn und 387 in Woltersdorf.

Sehr aufschlussreich ist auch eine Bevölkerungsentwicklungs-Analyse, die die Meldestelle der Gemeindeverwaltung erstellt hat.

Sie untersucht die gesamte Bevölkerungsbewegung in den Ortschaften der Einheitsgemeinde im vergangenen Jahr. Zu Beginn 2010 lebten in der Einheitsgemeinde 8560 Personen. Davon 4200 männlichen und 4360 weiblichen Geschlechts. Ende des Jahren gab es 8551 Einwohner (4199 männlich und 4352 weiblich).

125 Sterbefälle

Den insgesamt 125 Sterbefällen in der Einheitsgemeinde stehen lediglich 76 Geburten entgegen. Es starben also 46 Personen mehr als geboren wurden. Insgesamt aber ist die Bevölkerungszahl nur um neun Personen geschrumpft.

Daraus ist zu schlussfolgern, dass es im vergangenen Jahr eine beträchtliche Anzahl von Zuzügen gegeben haben muss.

In der Tat hat das Meldeamt 451 Zuzüge registriert, denen 415 Wegzüge entgegen stehen. Insgesamt gibt es in der Gemeinde 4233 Personen, die umgezogen sind - 2105 männliche und 2128 weibliche. Die Mehrzahl der Einwohner in der Einheitsgemeinde Biederitz wechselte also innerhalb der sechs Ortschaften der Einheitsgemeinde ihren Wohnsitz.

Von den 8560 Personen, die Anfang 2010 in der Einheitsgemeinde lebten, waren 76 Ausländer. Das entspricht 0,89 Prozent. Bundesweit liegt diese Rate in Deutschland bei 8,8 Prozent. Aber in keinem ostdeutschen Bundesland liegt der Ausländeranteil bei über drei Prozent. Hamburg ist mit über 14 Prozent die Stadt mit der höchsten Ausländerrate.

Im Jahresverlauf ist in der Einheitsgemeinde Biederitz der Ausländeranteil weiter gesunken. Ende Dezember 2010 lebten 67 Ausländer in den sechs Ortschaften - davon 28 Männer und 39 Frauen. Damit sank die Rate auf 0,78 Prozent bei der Gesamteinwohnerzahl von 8551. Es wurde ein Ausländerkind geboren. Todesfälle gab es keine. Fünf Personen zogen zu, aber 15 zogen weg.