Knöllchen und Blitzen sind ärgerlich für die Bürger, sind aber auch eine nicht unerhebliche Einnahme für die Stadt. Während früher die meisten ihre Parkuhr vergaßen, zahlten 2010 die Gehwegparker und Temposünder am häufigsten in die Stadtkasse.

Burg. "Vielleicht ist ja ein Lerneffekt eingetreten", vermutet Torsten Schulz, Bereichsleiter für Allgemeine Ordnungs- angelegenheiten, beim Blick auf die Statistik. Nur so könne er sich den Rückgang von 32 Prozent beim Parken ohne Parkscheibe erklären. "Wenn Parkautomaten defekt sind, ist eine Parkuhr erforderlich, vermutlich haben die Leute das behalten", so Schulz. Auch wenn hier eine Besserung zu verzeichnen ist, gibt es immer noch genügend Verkehrssünder.

8382 Knöllchen wurden in Burg verteilt

8382 Strafzettel und 4010 Geschwindigkeitsüberschreitungen spülten 2010 insgesamt 198 868 Euro in die Stadtkasse. Beispielsweise parkten 2010 57,9 Prozent mehr Burger auf Gehwegen und 22,6 Prozent mehr im Parkverbot. Dafür hat Schulz keine Erklärung. Ebenfalls die Worte fehlen ihm bei einem Ergebnis der kommunalen Geschwindigkeitsüberwachung. "In der August-Bebel-Straße, wo eine Kita und das Krankenhaus liegen, haben wir 2010 einen Fahrer mit 58 km/h zu viel auf dem Tacho ermittelt", erzählt er. Den Fahrer, der in einer 30 Zone 88 km/h fuhr, erwarteten 280 Euro Strafe, vier Punkte und zwei Monate ohne Führerschein. "Viele Leute behaupten, wir würden mit unserem Blitzer abzocken wollen. Aber die über 100 Messpunkte in Burg und Ortschaften sind mit der Polizei unter Verkehrssicherheitsaspekten bestimmt worden. Oft sind es Plätze in Straßen, in denen Kitas und Schulen oder Fußgängerzonen in der Nähe sind", erklärt der Bereichsleiter.