Entgegen der Meinung vieler Burger, tut sich einiges in der Burger Stadthalle. 2010 war sie 284 Tage des Jahres belegt. Manchmal fehlen nur die Besucher.

Burg. Oft heißt es, in der Burger Stadthalle sei nichts los. Gegen diesen Vorwurf wehrt sich Jutta Junge, Mitarbeiterin der Stadt und verantwortlich für die Stadthalle. "Sicherlich kann man nie zufrieden sein, aber wir haben für unsere Räume im Schnitt pro Jahr eine Auslastung von 250 Belegungstagen", gibt Junge an. In Zahlen ausgedrückt sind es im Jahr 2007 genau 285 Tage gewesen, 2008 239, 2009 259 und im vergangenen Jahr 284 Tage.

Dabei versucht Junge auf ein breitgefächertes Angebot an Veranstaltungen zu achten. Es reicht von Kinderprogrammen, über Volksmusik, Sammlerevents, Theateraufführungen bis zu klassischen Konzerten oder Tanzveranstaltungen. "Sicherlich könnten es noch mehr Termine werden, aber dann müssten wir auch mehr Publikum begrüßen können. Wieviele Angebote die Burger wahrnehmen, hängt oft von Interessenlage und dem eigenen Budget ab", erklärt sie. Und die Konkurrenz schläft auch nicht. "Es fahren auch sehr viele nach Magdeburg", weiß Junge. "Die Veranstaltungen, wie sie die vergangenen Jahre liefen, wurden zum größten Teil aber gut angenommen. Kinder und Volksmusikveranstaltungen sind immer gut besucht, während aber die klassische Kunst eher ein schmaleres Publikum bedient."

Auch der Blick auf den Flyer erweckt oft den Eindruck, es wären wenige Veranstaltungen im ehemaligen Kulturhaus Hermann Matern. "Viele der Belegungen sind geschlossene Veranstaltungen, wie die Zeugnisausgabe, Jugendweihe, Stadtratssitzungen, Schulungen oder Mitgliederversammlungen von Verbänden oder Vereinen", räumt sie ein.

Aber vielleicht wird es zukünftig anders laufen. Als "freiwillige Leistung der Stadt" wird die Stadthalle bezuschusst. Da Burg aber wie viele andere Gemeinden den Gürtel enger schnallen muss, wurde die Stadthalle vergangenes Jahr ausgeschrieben. Gesucht wird ein Betreiber. "Unser Anliegen dabei ist es, die Zuschüsse zu reduzieren, dabei aber den Burgern ein vergleichbares Angebot zu bieten", erklärt Bernhard Ruth, Stadtsprecher.

Ein Interessent hat vor zwei Wochen Unterlagen abgefordert. Jetzt wartet man. "Eine nächste Zwischeninformation zum Stand der Dinge ist eventuell am 21. März beim Kulturausschuss denkbar", sagt Ruth.Bis dahin liegt die Planung weiter in den Händen der Stadt.

Diese sieht für das Jahr 2011 bisher Konzerte und Lesungen vor. Die Ausstellungen im eigenen Haus sollen fortgeführt werden. "Im Frühling werden wir Werke des Burger Künstlers Gert Wiedebeck zeigen", verrät Junge. Und mit der Show "Herr der Maden" am 14. März wagen sie sich auf Neuland. "Wir hatten noch nichts Vergleichbares und sind gespannt."