Der achte Trödelmarkt des Heimatvereins Burg und Umgebung hatte am Sonnabend zwar stattgefunden, hätte aber auch ausfallen können. Trotz personeller und finanzieller Schwierigkeiten wolle man aber das Stammdatum im Burger Veranstaltungskalender nicht wegfallen lassen, versprach Vereinsvorsitzender Lutz Freye. Es werde auch einen herbst-lichen Trödelmarkt geben.

Burg. Nicht nur der Burger Heimatverein, sondern auch eine Reihe anderer Vereine der Kreisstadt hat Schwierigkeiten, wie gewohnt in ihren Reihen ausreichend Ein-Euro-Jober zu beschäftigen. Das Jobcenter Jerichower Land könne nicht mehr so viele Stellen wie bisher bewilligen, heißt es von dort. "Von der Situation wollen wir uns aber nicht zu sehr beeinflussen lassen. Trotz Problemen und notwendig anstehender Entscheidungen versuchen wir, nach unseren Möglichkeiten das Jahresprogramm durchzuziehen", verspricht Vereinsvorsitzender Lutz Freye. Mit dem achten Trödelmarkt in Folge war dies am Sonnabend versucht worden.

Der Heimatverein wisse gut, dass der "Spezialmarkt" im Gerbermuseum und Vereinssitz im Laufe der Zeit immer mehr Zuspruch gefunden hat. "Schätzungsweise an die 600 Gäste haben wir in den sechs Stunden Öffnungszeit begrüßt", war Freye zufrieden. "Um es gleich zu sagen, wir sind fest entschlossen, Anfang des Oktobers den neunten Trödelmarkt folgen zu lassen", will er Zweifler beschwichtigen. Das Vorhaben werde funktionieren, da sich mittlerweile ausschließlich Vereinsmitglieder an die Organisation des Basars machen.

Kein leichtes Unternehmen, wie Freye erklärt. Zwei Tage werden benötigt, um die Stände vom Erdgeschoss der Gerberei bis in die erste Etage aufzubauen. "Und zwei Tage brauchen wir, um abzubauen."

Die zwei Termine des Trödelmarktes seien inzwischen Burgern und Bewohnern benachbarter Orte so gut bekannt, dass oft Anrufe kommen, mit denen neue "Waren" angeboten werden. "Entweder bringen die Leute aus Haushaltsauflösungen oder von Aufräumaktionen daheim vom Boden bis zum Keller die Hinterlassenschaft und das Aussortierte zu uns oder wir holen sie von älteren Spendern ab, die nicht mehr selbst zu uns kommen können", schildert Lutz Freye. Er betont, "dass kein Plunder angenommen wird, sondern Gegenstände, die wirklich zu verkaufen sind". Die Einnahmen des Tages landen in der Vereinskasse. Der Heimatverein sei über jeden Cent froh, meinte Freye.

Dass der Flohmarkt angenommen wird, belegt Folgendes: Obwohl erst um 10 Uhr geöffnet werden sollte, waren die ersten Neugierigen schon 9 Uhr da. Nicht nur Burger kommen in die Alte Gerberei in der Hainstraße, sondern Interessierte auch aus Orten des ganzen Jerichower Landes schauen und kaufen. Und sogar Magdeburger lassen sich sehen.