Am Burger Markt wird die Firma EP Nußbaum an Stelle des sichtlich maroden Hauses Nummer 28 (Meiers Eisdiele) ein neues Gebäude errichten lassen und nach Fertigstellung ihr Burger Geschäft von gegenüber in den Neubau verlegen.

Burg. "Geplant wird das Projekt seit einem Jahr. Es dauert eben seine Zeit, bis alle Kaufpapiere, Bauunterlagen und Genehmigungen auf dem Tisch liegen. Aber jetzt können wir endlich anfangen", ist Mike Nußbaum froh. Das war für den Händler allerdings nicht der erste Versuch, am Markt ein neues Wohn-Geschäftshaus bauen zu lassen. 2003 war der Anlauf gescheitert. Davor gab es bereits das Ansinnen, an der Burger Molkereikreuzung auf der brachen Fläche einen neuen Laden errichten zu lassen. "Ein Neubau - praktisch auf der grünen Wiese - wurde uns zum damaligen Zeitpunkt aber nicht genehmigt", blickt Nußbaum zurück.

In der kommenden Woche rückt die Abrisstechnik für den Markt 28 an. Das alte Haus ist nach 20 Jahren Leerstand völlig marode und akut einsturzgefährdet. Mit dem Abbruch des sich bis zur Brüderstraße erstreckenden Altbaukomplexes wird von der dortigen Seite aus angefangen.

Bevor das alte Haus abgetragen werden kann, muss der Unrat herausgeschafft werden, der sich in den fast zwei Jahrzehnten Leerstand angesammelt hat. "Geschätzt wird der Müllberg auf 30 Kubikmeter, was bedeutet, dass sieben Lkw-Fuhren abtransportiert werden müssen", meint Nußbaum, der in Genthin seinen Firmen-Hauptsitz hat.

Der Grund, warum sich Nußbaum über Jahre bemüht, eine neue Burger Niederlassung zu eröffnen, ist der, dass er sich in der Kreisstadt vergrößern will. "Wir werden am neuen Standort nicht nur Unterhaltungs-elektronik anbieten, sondern gleichfalls ¿Weiße Ware\', also Kühlschränke und Waschmaschinen", gibt er zur Auskunft. Im Neubau wird die Verkaufsfläche auf das Doppelte im Vergleich zum Markt 2, nämlich 260 Quadratmeter, wachsen.

"Es wird kein reines Geschäftshaus", erklärt der Eigentümer und Bauherr. "Zur Brüderstraße hin bleibt es ein Flachbau, aber zum Markt hin wird es ein vierstöckiges Gebäude, in dem sechs Wohnungen untergebracht sein werden", wirft Mike Nußbaum einen Blick voraus. Richtung Brüderstraße werden zudem Parkplätze angelegt. Von dort aus kann das neue Elektronikgeschäft dann auch betreten werden.

Wie das Haus sich dem Betrachter nach Fertigstellung von vorn und hinten präsentieren wird, wollte Nußbaum noch nicht sagen. "Einige Leute haben noch maßgeblich mitzureden, und der Bauausschuss des Burger Stadtrates wird am 22. März auch noch zu entscheiden haben", begründet er seine Zurückhaltung. Auf jeden Fall soll der Neubau noch vor Weihnachten bezogen werden können.