Die Bundestagsabgeordneten Waltraud Wolff (SPD) und Manfred Behrens (CDU) werden sich in den Dienst der Bürgerinitiative "Lärmschutz Biederitz" stellen und auf Bundesebene versuchen, besseren Lärmschutz zu erreichen.

Biederitz. Waltraud Wolf hat in den letzten Wochen - seit sie in den Umweltausschuss des Bundestages gewechselt ist - viel von der Gesundheitsgefährdung durch Lärme gelernt und kann verstehen, dass die Biederitzer mit dem Ausbau der Eisenbahngleise auf Lärmschutzwände bestehen. Die Sozialdemokratin weiß sich mit dem stellvertretenden SPD-Fraktionsvorsitzenden Ulrich Kelber einig, dass das Thema Lärm von der Politik offensiver angepackt werden muss, erklärt sie in einer Gesprächsrunde mit Mitgliedern der Bürgerinitiative und dem Biederitzer Bürgermeister Kay Gericke. Sie wird sich auch im Umweltausschuss für die Biederitzer Belange einsetzen, versichert sie und regt an, in Biederitz eine Tagung zum Lärmproblem mit Bundespolitikern und Lärmfachleuten abzuhalten. Dies seien langfristige Prozesse. Ob das auf den konkreten, aktuellen Umstand in Biederitz noch eine positive und verändernde Wirkung habe, könne sie ehrlicherweise nicht versprechen.

Lärmschutzmaßnahmen hält Manfred Behrens sowohl an Straßen, Autobahnen und Bahngleisen als unabdingbar. Er werde, wenn er nächste Woche wieder in der Bundeshauptstadt ist, das Verkehrsministerium anschreiben, um die Bedenken und Anregungen der Bürgerinitiative weiterzureichen, sagte er auf Volksstimme-Anfrage. Es komme in Biederitz darauf an, nicht nur die unmittelbaren Anlieger zu schützen, sondern alle vom Bahnlärm betroffenen Einwohner. "Wenn es auf der Biederitzer Strecke zu einer erhöhten Frequentierung kommt, dann muss auch ein wirksamer Lärmschutz installiert werden", schließt sich der CDU-Bundestagsabgeordnete den Forderungen der Biederitzer Bürgerinitiative an. Das Thema würde er auch mit Christoph Bergner besprechen, dem neuen Bundesbeauftragten für den Aufbau Ost und einstigen Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, sicherte Manfred Behrens zu.

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