Von Roland Stauf

Burg. Nach 2009 gastierte Rainer Trunk mit seiner Band zum zweiten Mal auf der Kleinkunstbühne im evangelischen Gemeindehaus in Burg. Der Liedermacher ist ein gebürtiger Rheinländer, den es über Berlin in die Altmark verschlagen hatte. In die Provinz! Seine Musik hat darunter nicht gelitten. Endlich wieder einer, der deutschsprachig singt! Texte voller Poesie, die Songs - Trunk nennt sie wohl in Anspielung auf seinen Nachnamen"Sonks" - oft besinnlich und gefühlvoll, akzentuiert und gelegentlich sentimental. Seine Band spielt das Ganze herrlich diszipliniert mit solistischen Glanzlichtern, insbesondere Andreas Kornaks Passagen, die er dem Gesang von Rainer Trunk mit dem Saxophon verträumt bis lauthals schreiend entgegenstellt, sorgten dafür, dass es dem Publikum die Sprache verschlug. Musik, der man einfach zuhören muss. Nichts für nebenbei. Wie gebannt folgte das Publikum dem Geschehen auf dem Podest im Saal des Gemeindehauses und sparte nicht mit Applaus, den sich Rainer Trunk und Band (Andreas Kornak/Klarinette und Saxophon, Matthias Buchholz/Drums, Torsten Körner/Piano und Matthias Ziegel/Bass) redlich verdient hatten, wie auch das Publikum, das ebenfalls verdientermaßen eine Zugabe erhielt.

Wer gute Musik möchte, der wird sich diese Jungs aus der Altmark merken.