Burg (re). 136 Einsätze bilanzierte Wehrleiter Joachim Ferchland jetzt auf der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Burg für 2010. Die Einsatzhäufigkeit habe zugenommen und den Stand von 2008 wieder erreicht, so Ferchland. Herausragende Einsätze waren unter anderem ein Verkehrsunfall auf der Autobahn 2 am 20. Mai mit zwei Schwer- und mehreren Leichtverletzten und ein Brand im Krankenhaus Lostau am 13. Juni vergangenen Jahres.

Jahreshöhepunkt für die Burger Kameraden war die Inbetriebnahme eines neuen Löschfahrzeuges. 2009 hatte sich die Stadt Burg beim Landkreis Jerichower Land um ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug aus Mitteln des Konjunkturpakets des Bundes beworben. Im November übergab Innenminister Holger Hövelmann das HLF 20-20 an Burgs Bürgermeister Jörg Rehbaum.

Neues Fahrzeug

"Damit dieses Hilfeleistungslöschfahrzeug unseren örtlichen Gegebenheiten voll gerecht wird, wurden zusätzliche Geräte verlastet, wobei die dafür benötigten Mittel von der Stadt bereitgestellt wurden", so Ferchland. Mit finanzieller Unterstützung der ÖSA-Versicherung sei es auch gelungen, eine Wärmebildkamera zu beschaffen.

Durch die Indienststellung des HLF 20-20 waren im Burger Gerätehaus Veränderungen an der Abgasanlage und bei der Fahrzeugeinstellung notwendig. Die Drehleiter musste aufgrund der baulichen Gegebenheiten ihren Stellplatz dem HLF überlassen. Das letzte DDR-Fahrzeug, das TKF 16-25 W 50 GMK, das vor 20 Jahren vom Walzwerk Burg gekauft wurde, konnte aus dem Burger Einsatzbetrieb genommen und an die Ortsfeuerwehr Niegripp weitergegeben werden.

Die kreisliche Aufgabe der Bildung von Brandschutzabschnitten spielte 2010 auch wieder eine Rolle, so Ferchland weiter. "Nach nicht einmal drei Jahren wurden die Brandschutzabschnitte durch den Landkreis erneut verändert. Seit 1. Januar 2011 gibt es nur noch zwei Abschnitte. Der eine umfasst das Gebiet des ehemaligen Landkreises Genthin, und der zweite Abschnitt ist der Altkreis Burg mit den aus dem Zerbster Bereich dazugekommenen Ortschaften", erläuterte Ferchland. Für die Stadt- und Gemeindewehrleiter bedeute dies, so der Burger Wehrleiter weiter, die Zusammenarbeiten mit den Gemeinden entsprechend neu zu organisieren.

Die Feuerwehr Burg arbeitet seit Langem mit der Feuerwehr Möser zusammen, und das soll auch so bleiben. Ein Beispiel ist die gemeinsame Grundausbildung von Feuerwehranwärtern. Diese Zusammenarbeit wurde Ende des Jahres bis Biederitz erweitert, so dass die geforderten Ausbildungskomplexe auf die drei Gemeinden verteilt werden können. "Diese Vorgehensweise entlastet die einzelnen Feuerwehren, die auszubildenden Kameraden aus verschiedenen Orten lernen sich kennen, und sie können sich mal in einem anderen Gerätehaus umsehen", so Ferchland.