Computer gehören zum Alltag, ob privat oder im Beruf. Das ist auch bei den Schülern der Berufsbildenden Schulen "Conrad Tack" nicht anders. Darum gibt es dort Projektphasen, in denen sich die Jugendlichen verstärkt mit dem Rechner beschäftigen. Unter anderem schreiben sie Programme.

Burg. Eigentlich ist "Genial daneben" eine Fernsehshow, bei der eine aus Comedians bestehende Rategruppe versucht, von Zuschauern eingeschickte Fragen zu beantworten. Weil die Sendung für den ein oder anderen Lacher sorgt, ist diese bei Jung und Alt sehr beliebt. Aber seit einigen Wochen gibt es auch ein Computerspiel mit diesem Namen - programmiert von Schülern aus Burg. Zum Informatiktag der Berufsbildenden Schulen "Conrad Tack" präsentierten einige Schüler der zwölften und dreizehnten Klasse ihre Ergebnisse einer dreimonatigen Projekttätigkeit.

Seit vielen Jahren wird an der Schule für die elften Klassen ein Informatiktag durchgeführt. Denn die Schüler müssen sich entscheiden, ob sie in den abschließenden beiden Schuljahren das Fach Informatik mit zwei oder vier Stunden pro Woche belegen wollen.

"Mit der Vorstellung der Projekte der 12. und 13. Klassen wollen wir den Elftklässlern eine Entscheidungshilfe anbieten. Sie sollen herausfinden, ob ihnen eine stärkere Belegung des Faches Informatik Spaß machen würde", sagt Lehrerin Beate Hamann. Und ergänzt: "Informatikunterricht hat nichts mit Internet oder Computerspielen zu tun. Das ist ein Fach, bei dem man richtig was dafür tun muss."

Anita Hoppe, Caroline Engel und Sophie Guse standen vor einem Jahr auch vor dieser Entscheidung. Sie wählten die vierstündige Variante und lernten in der zwölften Klasse, wie Computerprogramme geschrieben werden. Nachdem einige Grundkenntnisse erlernt worden waren, stellte Beate Hamann ihren Schülern eine umfangreiche Aufgabe: "Sie sollten sich in Gruppen zusammenfinden und zu einem Thema ihrer Wahl innerhalb von drei Monaten ein Programm schreiben."

Die Ergebnisse präsentierten die Schüler nun eindrucksvoll. Es entstanden unter anderem Programme zu Feuerwehrfahrzeugen oder Persönlichkeitstests. Anita, Caroline und Sophie entschieden sich dafür, ein Spiel zur TV-Sendung "Genial daneben" zu schreiben. In mühevoller Kleinarbeit, nicht nur im Unterricht, sondern auch zu Hause, wurden Fragen und Antwortmöglichkeiten in das Programm eingepflegt und am Informatiktag die Anwendung des Programms demonstriert.

"Das Programmieren hat uns wirklich sehr viel Spaß gemacht", resümierten die drei Schülerinnen am Ende ihres Vortrages unisono. "Mit diesem hervorragenden Ergebnis haben sich Anita, Caroline und Sophie wohl auch selbst ein wenig überrascht. Am Anfang des Programmierens war das so noch nicht abzusehen. Das haben sie - wie viele andere Projektgruppen auch - wirklich klasse macht", lobte Lehrerin Beate Hamann ihre Schüler und freute sich über den gelungenen Informatiktag.