Burg (da). Roggen-, Misch- oder Vollkornbrot, aber auch zahlreiche Brötchen wurden gestern von Michael Isensee, Qualitätsprüfer des deutschen Bäckerhandwerks, getestet. 14 Betriebe aus dem Jerichower Land und dem Salzlandkreis unterzogen ihren Produkten eine Qualitätsprüfung. "Das ist eine Gelegenheit zu sehen, ob man auf dem richtigen Weg ist", begründet Lothar Sprung, Obermeister von der gastgebenden Burgerinnung, seine Teilnahme.

Die Backwaren werden auf Aussehen, Krusteneigenschaften, Krumenbild, Struktur, Geruch und Geschmack getestet. Sinn und Zweck der Prüfung ist es, die Schwachstellen der einzelnen Produkte herauszufinden und Ratschläge zur Verbesserung zu geben. "Die teilnehmenden Betriebe sind immer daran interessiert, ihr Produkt noch besser zu machen und ich versuche Möglichkeiten aufzuzeigen", erzählt Isensee. Die so genannte sensorische Prüfung macht es möglich, die einzelnen Produkte ganz individuell zu bewerten. "Während Kartoffelbrötchen weicher sein müssen, sollten normale Brötchen knusprig sein", nennt Isensee ein Beispiel.

Die Qualität der Waren hat sich in den letzten 20 Jahren deutlich gebessert. "75 bis 80 Prozent landen im prämierten Bereich. Es gibt nur noch selten Ausreißer", erzählt der Prüfer. Dabei steht auch immer wieder der Kampf mit den Discountern zur Debatte.

"Bei den dortigen Dumping-Preisen können wir letztlich nur mit besserer Qualität überzeugen", sagt Sprung. Die Benotung der einzelnen Produkte ist im Internet einzusehen.

www.brot-test.de