Burg. Zum neunten Mal wurde jetzt im deutschsprachigen Raum, also in der Schweiz, Österreich und Deutschland, der Internationale Tag der Astronomie begangen.

Und zum neunten Mal machte am Sonnabend in Burg der Verein Astronomisches Zentrum mit. "Über Zuspruch konnten wir uns nie beklagen. Im Laufe der Zeit bildete sich sogar ein Stamm von Besuchern heraus, der jedes Jahr unser Angebot wahrnimmt", meint nicht ohne Stolz Elke Sommer, über Jahre Astronomielehrerin an der heutigen Einsteinschule, als sie noch Sekundarschule war. Mittlerweile ist die Pädagogin Ruheständlerin.

Nur von ihrem Unterrichtsfach konnte sie nie die Finger lassen, so dass sie an der Seite von Ines Illig, Heiner Kilz und weiteren aktiven Vereinsmitgliedern den jährlichen öffentlichen Astronomietag mit vorbereitet und durchführt.

Das Burger Planetarium befindet sich unter dem Dach der Einsteinschule. Und das schon seit 37 Jahren.

Mit den Jahren lernten die Veranstalter dazu. "Wir wollten nicht nur für erwachsene Sternenfreunde Besucher- und Erlebnisstunden organisieren, sondern auch für die junge Generation. Wir splitten den Sonnabend in drei Teile: Für die Allerjüngsten, dann für die größeren Kinder und auch Jugendlichen und am Abend für die erwachsenen Leute", erläutert Elke Sommer.

Der Zulauf von kleinen Sternenguckern war am frühen Nachmittag kräftig. Mit Eltern, Großeltern und Vereinsmitgliedern bastelten sie zum Auftakt ein Kepler-Teleskop und eine Brille, mit der man bei Sonnenfinsternis die Sonne bewundern und beobachten kann. Danach ging es in die obere Etage in das Planetarium. "Den Kleinen zeigen wir die Geschichte von Tom, der den Osterhasen vom Himmel holt. Gewiss eine Geschichte, die wir seit Jahren zeigen. Sie kommt aber so gut an, dass immer wieder der Wunsch besteht, sie erneut zu zeigen", erklärt Sommer mit dem Nachsatz, dass das auch die Bitte von Kindertagesstätten ist, die das Burger Planetarium besuchen. Dass es kein reines Märchen ist, versteht sich für einen astronomischen Verein von selbst.

"Klar, dass wir den Kindern die Weite des Kosmos nahebringen und Sternenbilder zeigen wollen. Auch, dass wir etwas helfen, in ihnen den Umweltgedanken zu verinnerlichen", erklärt Elke Sommer das pädagogische Konzept.

Zwei Stunden später dann Zeit für die größeren Kinder. Die Comic-Abrafaxe vermitteln mit Spaß das Wissen, wie die Menschen über die Jahrtausende in ihren Vorstellungen das Weltall betrachtet haben. "Wir machen Station bei den Indern, Germanen, Ägyptern und anderen Völkern unseres Erdballes", zählt sie auf. Am Abend schließlich waren die Erwachsenen eingeladen. Weniger in das Planetarium, sondern mehr zu ebener Erde neben das Schulgebäude. Der Verein stellte ein Teleskop auf und einige Gäste brachten ihre eigenen mit - oder Ferngläser. "So gutes Wetter wie heute hatten wir ewig nicht."

Es war ein wahrer Glücksfall, einen wolkenfreien Himmel zum Tag der Astronomie zu haben, so dass ungestört Mond und Mars ins Visier genommen werden konnten.