Burg/Genthin. Frischer Kaffeeduft verleiht dem Empfangssaal des ehrwürdigen Kreisvolkshochschul-Gebäudes an der Burger Bruchstraße ein feierliches Ambiente. Auf der Schrankwand steht eine gerahmte Foto-Collage mit der Aufschrift: Danke Rüdiger. Es ist der letzte Arbeitstag des Hausherrn. Rüdiger Scholl sagt leise Servus. Der Chef gibt die Leitung in jüngere Hände. In den vergangenen zwei Wochen hat er seine Nachfolgerin in die Volkshochschul-Geheimnisse eingeführt. Yvonne Nitzsche wird künftig die Geschicke der Bildungsstätte lenken. Die Tangermünderin hat bis dahin bei der Volkshochschule in Stendal gearbeitet.

Einen frischen Kaffee servierte Schöll unter anderem Landrat Lothar Finzelberg. Der sagte: "Mit Herrn Schöll verliert der Landkreis eine Fachkraft mit unschätzbaren Fähigkeiten und Kenntnissen."

Schöll war seit 1987 im Landkreis beziehungsweise der Volkshochschule tätig. "Als Diplomlehrer war er anfangs pädagogischer Mitarbeiter, dann Stellvertreter des Leiters und ab 2002 Leiter der Einrichtung", sagte Kreissprecher Henry Liebe. Die dienstlichen Wege von Liebe und Schöll kreutzten sich mehrfach. Nach der Wende haben sie die Volkshochschulen Genthin und Burg zusammengeführt. 2010 haben 70 Volkshochschuldozenten 2500 Leute unterrichtet.